Kinder- und Jugendarbeit / Kinderschutz

Schutzkonzepte für alle Kinder- und Jugendreisen

Collage mit dem Flyer "Wir bringen auf den Weg, was nicht auf der Strecke bleiben darf?"
Bild: © UBSKM

Auf dem Informationstag „Schutz vor sexualisierter Gewalt bei Kinder- und Jugendreisen“ von Transfer e.V., dem BundesForum Kinder- und Jugendreisen und dem Deutschen Fachverband für Jugendreisen „Reisenetz“ hat der Unabhängige Beauftragte besseren Schutz und Hilfe bei sexueller Gewalt im Rahmen von Kinder- und Jugendreisen gefordert. Er stellte außerdem neue Materialien seiner Initiative „Kein Raum für Missbrauch“ vor.

Ob Feriencamps, Klassen- oder Sportfahrten, „alle Angebote haben gemeinsam, dass sie Kindern und Jugendlichen auf Reisen ohne ihre Eltern Erfahrungsräume für Selbständigkeit und Selbstbewusstsein eröffnen“ erklärte Rörig.

Erfahrungsräume für Selbständigkeit und Selbstbewusstsein

„Es ist außerordentlich wichtig, dass die möglichen Risiken für sexuelle Gewalt erkannt und minimiert werden. Betreuungspersonen vor Ort müssen wissen, was zu tun ist, um Kindern und Jugendlichen helfen zu können, die von sexueller Gewalt betroffen sind.“ Ein Schutzkonzept unterstützt Veranstalter und Anbieter von Kinder- und Jugendreisen sowie Betreiber von Unterkünften, Kinder- und Jugendschutz umzusetzen. Dabei sind alle gefordert, ein Konzept zu entwickeln, das für ihr spezifisches Angebot und ihre Zielgruppe passt.

Der Flyer „Wie bringen wir auf den Weg, was nicht auf der Strecke bleiben darf? Was Anbieter, Veranstalter und Unterkünfte zum Schutz von Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt tun können“ und www.kein-raum-fuer-missbrauch.de liefern Informationen zu ersten Schritten und Unterstützungsangeboten bei der Erarbeitung von Schutzkonzepten.

Materialien für Eltern 

Der Unabhängige Beauftragte dankt seinen Vereinbarungspartnern für ihr Engagement. Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt, in einem nächsten Schritt werden Materialien für Eltern entwickelt, die sie über Schutzkonzepte bei Kinder- und Jugendreisen informieren. Wichtig ist in jedem Fall, dass Eltern bei der Auswahl von Reisen für ihre Kinder nachfragen, ob Schutzkonzepte angewendet werden.

Weitere Informationen mit Links und Download des Flyers stehen auf der Webseite des UBSKM zur Verfügung. 

Quelle: Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 12.10.2017

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