Kinder- und Jugendarbeit / Sozialforschung

Schufa-Umfrage: Auszubildende wünschen sich Hilfe beim Umgang mit Geld

Aus einer Geldbörse fällt Kleingeld heraus.

Um im Alltag mit ihrem knappen Gehalt auszukommen, wünschen sich deutsche Auszubildenden mehr Unterstützung beim Thema Finanzen. Sie sehen Eltern, aber auch Schulen und Ausbildungsbetriebe in der Pflicht, jungen Menschen Finanzkompetenz zu vermitteln.

Hilfe suchen Auszubildende vor allem in der Familie: 94 Prozent der Azubis sehen die eigenen Eltern in der Verantwortung, ihnen den richtigen Umgang mit Geld zu erklären. Neben den Eltern als wichtigste Informationsquelle hat sich das Internet als Ratgeber bei den Auszubildenden etabliert. Bereits 71 Prozent der Befragten suchen im Internet gezielt nach Antworten zu Finanzfragen. Aber auch von Ausbildungsbetrieben (39 Prozent) und Schulen (37 Prozent) fordern die jungen Erwachsenen mehr Hilfestellungen bei Finanzfragen.

Jeder dritte Azubi kann von seinem Gehalt allein nicht leben

Deutsche Azubis sind knapp bei Kasse. Jeder Dritte bessert sein Ausbildungsgehalt mit einem Zweitjob oder durch finanzielle Unterstützung der Eltern auf. Rund 88 Prozent der Befragten versuchen auf ihr Geld zu achten, etwa indem sie Angebote oder Rabattaktionen nutzen. 12 Prozent der Auszubildenden sehen allerdings keine Möglichkeiten, wie sie Geld sparen könnten. Aufgrund der finanziellen Situation wohnt die Mehrheit aller Befragten (75 Prozent) dabei noch bei den Eltern.

Junge Menschen für das eigene Handeln sensibilisieren

Damit junge Erwachsene leichter Zugang zur nötigen Finanzbildung finden, hat die SCHUFA in diesem Jahr die Bildungsinitiative "WirtschaftsWerkstatt – Nimm deine Finanzen in die Hand" ins Leben gerufen. Die Online-Plattform www.wirtschaftswerkstatt.de richtet sich direkt an Jugendliche und junge Erwachsene, die sich aus eigenem Interesse oder im Rahmen des Schulunterrichts über Wirtschafts- und Finanzthemen informieren wollen. Mit der Initiative möchte die SCHUFA junge Menschen für das eigene Handeln sensibilisieren und dazu beitragen, Bewusstsein für das eigene Konsumverhalten und den verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten zu entwickeln. Die Jugendlichen werden in ihrem eigenen Umfeld abgeholt und können ganz einfach und jederzeit auf das Angebot zugreifen. Die Initiative "SCHUFA macht Schule" ergänzt die Online-Plattform mit begleitendem Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte – wie Themenhefte oder Unterlagen für Vertretungsstunden – und gewährleistet so eine realitätsnahe Integration des Themas in den Unterricht.

Über die Umfrage

Die SCHUFA Holding AG hat im Oktober 2013 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut forsa insgesamt 500 Personen bevölkerungsrepräsentativ bundesweit online befragt.

Quelle: Helliwood media & education vom 22.11.2013

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