Kinder- und Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit

Schleswig-Holstein leitet Sofortmaßnahmen zur Behebung des sozialpädagogischen Fachkräftemangels ein

Mehr Lehrer, mehr Klassen, mehr Ausbildung: Schleswig-Holstein schafft neue Chancen für sozialpädagogische Fachkräfte

Eckhard Zirkmann

Stellte das Sofortprogramm gegen den sozialpädagogischen Fachkräftemangel vor: Schleswig-Holsteins Bildungsstaatssekretär Eckhard Zirkmann

Foto: Thomas Eisenkrätzer

 

Kiel. Schleswig-Holsteins Bildungsstaatssekretär Eckhard Zirkmann hat am 19. Februar Sofortmaßnahmen des Ministeriums für Bildung und Kultur zur Behebung des sozialpädagogischen Fachkräftemangels verkündet. "Schon im Schuljahr 2010/2011 werden neun zusätzliche Klassen an den Fachschulen für Sozialpädagogik eingerichtet", sagte Zirkmann. In den kommenden Jahren sei zudem ein weiterer Ausbau der Fachschulen und Berufsfachschulen für Sozialpädagogik geplant.

Je eine zusätzliche Klasse werde es zum kommenden Schuljahr in Kiel, Preetz, Schleswig, Lübeck, Mölln, Neumünster, Niebüll, Heide und Pinneberg geben. Für diese Schulen gebe es über drei Jahre je Standort 1,5 neue Planstellen, insgesamt also 13,5 Stellen. In Flensburg und Lensahn fehlen zum Schuljahr 2010/2011 die räumlichen Voraussetzungen für die Einrichtung neuer Klassen. Beim weiteren Aufbau der Kapazitäten sollen diese Standorte im Schuljahr 2011/2012 berücksichtigt werden.

Das Berufsbildungszentrum (BBZ) Schleswig habe zudem mit den Kappelner Werkstätten und der Damp-Holding zwei Maßnahmen entwickelt, um Heimerziehungspflegerinnen und -pfleger sowie Krankenpflegerinnen und -pfleger zu staatlich anerkannten Erziehern oder Heilerziehungspflegern weiter zu qualifizieren, sagte der Bildungsstaatssekretär. Finanziert werde diese Qualifizierung von der Agentur für Arbeit. Die Fachschule für Sozialpädagogik in Lübeck entwickle überdies eine berufsbegleitende Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher mit dem Ziel, sie auf andere Standorte zu übertragen.

In der Fachschule für Sozialpädagogik in Kiel soll die Anrechnung der Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin auf die Erzieherausbildung erprobt werden, kündigte der Bildungsstaatssekretär an. Dabei könne die Erzieher-Ausbildung bei entsprechenden Leistungen um ein Jahr verkürzt werden. „Wenn die Erprobung gut läuft“, sagte Zirkmann, „kann diese Verkürzungsmöglichkeit in die Fachschulverordnung aufgenommen werden.“

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein

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