Kinder- und Jugendarbeit

Saarland: Junge Literaten wurden ausgezeichnet

„Ich träumte oft vom Leben, wie’s sein könnte, wenn’s nicht so wäre, wie es nun mal ist“, dieses Zitat von Mascha Kaléko war eines von zehn, mit denen der diesjährige Wortsegel-Schreibwettbewerb der Gemeinde Tholey Schülerinnen und Schüler einlud, sich kreativ mit dieser bedeutenden Lyrikerin des 20. Jahrhunderts auseinanderzusetzen.

Rund 250 junge Poeten aus dem Saarland und dem angrenzenden Lothringen haben diese Herausforderung angenommen und ihre Gedanken zu Papier gebracht. Aus diesen Einsendungen hat die siebenköpfige Jury insgesamt 12 Preisträger ermittelt, die sich auf vier Altersklassen verteilen. Der Ideenreichtum der Beiträge hat die Jury beeindruckt. Vom kurzen Haiku bis zum fünfteiligen Gedichtzyklus spannt sich das Spektrum der Schülerbeiträge. Entsprechend groß ist auch die inhaltliche Vielfalt. Erstmals gehört auch eine Schülerin einer französischen Schule zu den Siegern des Wettbewerbs.

Bürgermeister Hermann Josef Schmidt und Kulturminister Karl Rauber, der die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hat, gaben im Tholeyer Rathaussaal gemeinsam die Preisträger bekannt und überreichten die Geld- und Sachpreise an die Preisträger und ihre Klassen. „Wir haben den Wettbewerb ins Leben gerufen, um bei Kindern und Jugendlichen die Neugierde für eine Beschäftigung mit Lyrik zu wecken. Wir wollen sie motivieren, sich kreativ mit der Sprache auseinanderzusetzen“, erklärte Bürgermeister Hermann Josef Schmidt die Intention der Gemeinde Tholey. Dass dies auch in diesem Jahr eindrucksvoll gelungen war, bewiesen die Preisträger, die ihre ausgezeichneten Beiträge vortrugen. Kulturminister Karl Rauber zeigte sich von der Sinnhaftigkeit des Schreibwettbewerbs überzeugt: „Wir müssen Wege finden, die bei Schülerinnen und Schülern die Freude an Lyrik zu wecken. Der Schreibwettbewerb ‚Wortsegel’ ist ein ganz hervorragender Auslöser für die Kreativität junger Menschen.“
Irmela Freigang begründete für die Jury die Preisvergabe und stellte die Preisträger kurz vor. „Die Beiträge zeichnen sich durch ein großes Maß an Authenzität, lyrischem Potential und interessanten Wortfügungen aus“, lobte sie die Qualität der Preisträgergedichte. Sie freute sich, dass sich einige Schülerinnen und Schüler bereits zum zweiten oder dritten Mal beteiligten. Sie sieht darin einen Beweis für die nachhaltige Wirkung des Wettbewerbs. Damit die Preisträger ihre dichterischen Fähigkeiten weiter ausbauen können, wird die literarische Gesellschaft Saar-Lor-Lux-Elsass „Melusine“ für die Preisträger einen Literatur-Workshop anbieten. Für die musikalische Umrahmung der Preisverleihung sorgten Philipp Allar und Niclas Kunz. 

Alle preisgekrönten Gedichte sind in einer 58-seitigen Broschüre veröffentlicht, die die Gemeinde Tholey auf Wunsch gerne zuschickt: Tel. 06853/508-0.

Quelle: PM Ministerpräsident und Staatskanzlei (Minister für Bundesangelegenheiten und Kultur/Chef der Staatskanzlei) vom 24.05.2011

Info-Pool