Kinder- und Jugendarbeit / Flucht und Migration

Religionen in der Migrationsgesellschaft. Ein Thema der politischen Bildung

Christin und Muslima
Bild: © Mila Supynska - Fotolia.com

Die erste Ausgabe 2016 der Zeitschrift "Außerschulische Bildung" ist erschienen. Sie eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf das Thema "Religionen in der pluralen demokratischen Migrationsgesellschaft" und benennt Herausforderungen, die entstehen.

Mit der Ausdifferenzierung von Vielfalt gehen immer auch Fragen nach Zugehörigkeit und Ausgrenzung, nach Vertrautem und Fremdem einher. Solche Fragen entzünden sich – in Deutschland derzeit gut zu sehen – besonders am Thema Religion und in jüngster Zeit und zunehmend undifferenziert in Abgrenzung gegenüber "dem Islam". Wer mit dem "christlich-jüdischen Abendland" eine vermeintlich gemeinsame Identität beschwört, will auch deutlich machen, wer nicht dazugehört.

Die Trennung von Staat und Kirche ist für eine moderne Demokratie und die damit verbundene Garantie der Religionsfreiheit unerlässlich. Dennoch stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, den zunehmenden religiösen Pluralismus in die Demokratie einzubinden.

Die politische Bildung kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie einen differenzierten Blick auf die Religionen ermöglicht und hilft, Respekt gegenüber verschiedenen religiösen Sichtweisen zu entwickeln. Sie kann die Bedeutung von Religionen im gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess sichtbar machen und den interreligiösen Dialog unterstützen. Den sozialen Frieden einer Gesellschaft gefährdet nicht religiöse Pluralität, sondern eine zunehmende soziale Ungleichheit. Auch dies zu thematisieren ist eine wichtige Aufgabe politischer Bildung.

Die vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) herausgegebenen Zeitschrift Außerschulische Bildung Nr. 1-16 ist zu beziehen über die Geschäftsstelle des AdB: redaktion@DontReadMeadb.de
Preis: 7 Euro pro Einzelheft zuzüglich Versandkosten

Quelle: Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten vom 10.03.2016

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