Kinder- und Jugendarbeit / Freiwilliges Engagement

Qualifizierung, die passt: „Landjugend macht fit fürs Leben“

Eine Gruppe von zehn jungen Erwachsenen macht ein Foto von sich selbst.
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Wer bei „Schwätza lerna“, „Zurück in die Vergangenheit“ oder „Überleben in der Wildnis“ Fragezeichen vor den Augen hat, kennt den größten Jugendverband im ländlichen Raum nicht. Denn so sind drei von knapp 100 Qualifizierungsangeboten betitelt, mit denen der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. und seine Landesverbände in diesem Jahr punkten.

„Für uns ist klar: Bei Schwätza lerna werden im Süden Kommunikationsformen in den Blick genommen, bei dem anderen geht es um Geschichte und beim dritten Beispiel um die Gemeinschaft, ums Team“, so der stellv. BDL-Bundesvorsitzende Lukas Stede.

Qualifizierung der Landjugend

Eine Erläuterung brauchen auch Landjugend-Neulinge eher selten. „Viele kommen über Freunde in die Gruppe. Sobald sie die ersten Aufgaben oder Projekte im Verband übernehmen, fordern die meisten schnell unsere Qualifizierungsangebote ein und werden fündig“, erinnert sich der BDL-Vize. Denn sie machen klar, worauf es ankommt: Projektmanagement, Wissen und Methoden zur Anleitung von Gruppen, Kassen- und Finanzschulungen.

Darum sind die teils trockenen Themen maßgeschneidert aufbereitet. So finden sie im ehrenamtlichen Alltag der jungen Menschen am einfachsten ihren Platz, stellt Lukas Stede fest und verweist auf die RudL-Reihe. RudL wie „Rund um die Landjugend“ begleitet Ehrenamtliche durchs Jahr und greift verschiedene Schwerpunkte von Finanzen bis Versicherung, Konflikten bis Öffentlichkeitsarbeit, Erste Hilfe bis Veranstaltungsmanagement auf. „Es braucht nun mal ein paar Grundlagen, wenn junge Engagierte eigenständig eine Veranstaltung für 2.000 Leuten organisieren“, bringt der BDL-Vize ein Beispiel aus dem Landjugendalltag.

Segeln oder Abenteuer im Team gibt es allerdings auch in dem mit Qualifizierungsangeboten des BDL und seiner Landesverbände gut gefüllten Jahreskalender. „ Egal ob Gruppenabend oder Ferienfreizeit, Ausflug oder das nächste Sommerfest - wir arbeiten immer zusammen. Da ist Teamgeist gefragt und Gruppendynamik spielt eine große Rolle, “ beschreibt Lukas Stede das Anforderungsprofil für Landjugendliche.

Knapp 100 Qualifizierungsangebote im Programm

Das jährliche Programm wird in den Vorständen erarbeitet: von jungen Menschen für junge Menschen. Um diese Verantwortung zu schultern, gibt es beispielsweise auch die TÜV-Reihe, die fit für den Vorstand macht. Wieviel an neuen oder erweiterten Kompetenzen der BDL als Jugendverband vermittelt, hat er kürzlich in seinem Grundsatzpapier „Qualifiziert fürs Leben!“ zusammengetragen und einstimmig verabschiedet. Darin wendet sich der Jugendverband mit seinen Forderungen auch an die Politik und Arbeitgeber, um beispielsweise die Freistellung für ehrenamtliche Leistungen - wie die Durchführung einer Ferienfreizeit - zu erleichtern.

„Landjugend macht fit fürs Leben“, fasst Lukas Stede stellvertretend für den BDL und seine Landesverbände zusammen. Mit ihren Angeboten unterstützt die Landjugend ehrenamtliches Engagement und vermittelt wichtige Kompetenzen für gesellschaftliche Teilhabe. Damit ist der BDL einer der größten Träger außerschulischer Qualifizierung im ländlichen Raum und bietet das, was Jungen und Mädchen, junge Männer und Frauen heute neben dem Schulstoff brauchen.

Mehr zu den vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Qualifizierungsangeboten des BDL und seiner Landesverbände sowie das Grundsatzpapier „Qualifiziert fürs Leben!“ finden sich auf: www.landjugend.de

Quelle: Bund der Deutschen Landjugend e. V. (BDL) vom 04.03.2019

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