Kinder- und Jugendarbeit / Digitalisierung und Medien

Ökumenischer Jugendkreuzweg lädt zum (digitalen) Gebet

Kreuze vor der untergehenden Abendsonne
Bild: geralt / pixabay.com

Mit einem Auftaktgebet im Dom zu Würzburg startete der Ökumenische Kreuzweg der Jugend 2019. Unter dem Motto „Ans Licht“ werden am 12. April, dem Freitag vor dem Palmsonntag, zehntausende junge Christinnen und Christen in ganz Deutschland den Jugendkreuzweg beten – analog oder digital, einzeln oder gemeinsam – und dabei an das Leiden Jesu Christi erinnern.

Diesjähriges Motto: „Ans Licht“

Zum Leben gehören Tod und Auferstehung. Was dies für junge Menschen heute bedeutet, wurde beim Auftaktgebet des Ökumenischen Jugendkreuzwegs 2019 am 5. April in Würzburg deutlich. Nach einer Einführung durch Dr. Jürgen Emmert, kommissarischer Leiter des Kunstreferats des Bistums Würzburg, beteten junge Menschen gemeinsam im Kiliansdom den Jugendkreuzweg „Ans Licht“, zu dem alle Stationen eines klassischen Kreuzwegs gehören. Abstufungen von Dunkelheit kennzeichnen die Bilder der einzelnen Kreuzweg-Stationen. Nur wenige Gegenstände kommen dabei in den Fotografie-Malereien des Künstlers Ben Willikens vor. „Die Bilder haben eine eindrückliche Wirkung auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, schilderte Diözesanjugendseelsorger Stephan Schwab seine Eindrücke vom Auftaktgebet in der Sepultur des Würzburger Doms. „Der Jugendkreuzweg regt dabei zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Leidensweg Christi und dem eigenen Glauben an“, so Schwab.

Smartphone-App und Musik laden zum (digitalen) Gebet

„Der Jugendkreuzweg richtet sich sowohl an Jugendgruppen und Schulklassen, aber auch an junge Menschen, die den Kreuzweg individuell beten wollen“, ergänzt Alexander Bothe von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und Redaktionsleiter des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend. Daher wird auch für den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2019 wieder eine Smartphone-App zum Mitbeten angeboten, die für den Kreuzweg „Ans Licht“ neu konzipiert wurde. „Auf Wunsch sind die Materialien des Jugendkreuzwegs damit auf dem Smartphone immer mit dabei, denn die ‚Single Prayer App‘ ist für das persönliche Gebet zu Hause oder auch unterwegs gedacht“.

Jugendkreuzweg vor Ort entstehen lassen

„Die Vorlagen und Vorschläge sind direkt umsetzbar, bieten aber auch Anregungen, um daraus einen eigenen, an die Lebenswirklichkeit und Gebetsanliegen junger Menschen vor Ort angepassten Kreuzweg entstehen zu lassen“, betont Michael Freitag von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und stellvertretener Redaktionsleiter des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend. „Auch die Musik von Luis Reichard eröffnet zwei Optionen: Die Möglichkeit einer Mitsingvariante und die einer soundtrackartigen Untermalung für eigene Texte und Gebete“, ergänzt Michael Freitag.

Alle Materialien des Ökumenischen Jugendkreuzwegs 2019 sind auf der Webseite www.jugendkreuzweg-online.de verfügbar. Sie wurden von einem ökumenischen Redaktionsteam gemeinsam entwickelt. Auf der Webseite sind ebenfalls die Materialien früherer Kreuzwege zu beziehen. Sie sind als Komplettpaket oder als einzelne Bausteine für Exerzitien, Andachten, Gebetsimpulse oder Gruppenstunden einsetzbar.

Träger und Geschichte des Ökumenischen Jugendkreuzwegs

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej), die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen und Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. und Bund der Deutschen Katholischen Jugend vom 05.04.2019

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