Modellprojekt der Sportjugend

NRW fördert E-Sport-Angebote in der Jugendarbeit mit 440.000 Euro

Ein Junge mit Headset sitzt vor zwei Bildschirmen und spielt ein Computerspiel
Bild: Alex Haney - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Wie können Sportvereine in ihrer Jugendarbeit E-Sport einbinden? Das Kinder- und Jugendministerium fördert mit rund 440.000 Euro das bundesweit erste Projekt zur Umsetzung von E-Sport-Angeboten in der außersportlichen Jugendarbeit. Das Projekt der Sportjugend NRW umfasst insbesondere die technische Ausstattung von 12 Modellstandorten, medienpädagogische Qualifizierungsangebote und eine wissenschaftliche Begleitung. Die Mittel werden aus dem Kinder- und Jugendförderplan zur Verfügung gestellt.

Fester Teil der Jugendkultur

Jugendstaatssekretär Andres Bothe: „Gaming und E-Sport sind fester Bestandteil der Jugendkultur. Die Angebote gehören aber nicht nur in die eigenen vier Wände und die großen Spielarenen, sondern auch an Orte der Jugendarbeit. Mit dem Modellprojekt wollen wir die digitale Bildung und Medienkompetenz in diesem Bereich stärken und in der Jugendarbeit der Sportvereine verankern.“

Das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen prägt maßgeblich ihre Lebenswelt. Digitale Spiele und wettbewerbsorientierte Aktivitäten rund das Thema E-Sport gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Vor allem kommerzielle E-Sport-Veranstaltungen haben sich zu einem Phänomen der Jugendkultur entwickelt. Auch in der medienpädagogisch orientierten Jugendarbeit gibt es immer häufiger entsprechende Angebote.

Modellprojekt berücksichtigt Gesundheitsförderung und Kinder- und Jugend(medien)schutz

Im Rahmen des Modellprojektes sollen nun praxisnahe Konzepte zur Umsetzung von E-Sport-Angeboten unter Berücksichtigung der Gesundheitsförderung und des Kinder- und Jugend(medien)schutzes erarbeitet und erprobt werden. Dabei ist die aktive Beteiligung der Vereinsstrukturen und der Jugendlichen vor Ort gefragt.

Die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung des dreijährigen Projekts übernimmt die Fachhochschule Münster. So sollen die Ergebnisse vor allem auch aus pädagogischer Sicht gesichert und der Sportjugend insgesamt, aber auch anderen Bereichen der Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden.

Interessensbekundung

Bis zum 22. Oktober 2020 können Sportvereine in Nordrhein-Westfalen ihr Interesse bekunden, am Modellprojekt teilzunehmen.

Mehr Informationen sind auf den Seiten der Sportjugend NRW zu finden.

Quelle: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 06.10.2020

Info-Pool