Kinder- und Jugendarbeit / Inklusion

Noch mehr Jugendarbeit ohne Hürden – Inklusives BJR-Projekt wird fortgesetzt

Mädchen streckt Hände mit Farbe in die Kamera
Bild: © denys kuvaiev - Fotolia.com

Seit mittlerweile zwei Jahren fördert der Bayerische Jugendring (BJR) zusammen mit der Aktion Mensch Angebote der Jugendarbeit, die auch junge Menschen mit Behinderungen mit einbeziehen, über das Projekt SelbstVerständlich Inklusion. Nun hat die Aktion Mensch weitere 20.000 Euro zur Verfügung gestellt, damit das Projekt auch 2019 weiterlaufen kann.

Der BJR stärkt mit dem Projekt SelbstVerständlich Inklusion das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen und bringt Träger der Jugend- und Behindertenarbeit zusammen. An vielen Orten in Bayern werden bereits bestehende Angebote inklusiv gestaltet, so z.B. Sportfeste, Ferienfreizeiten, Kunstworkshops, aber auch ganz reguläre Gruppenstunden. Neben der Schaffung von lokalen Netzwerken forciert der BJR mit überregionalen Vernetzungstreffen den Austausch zwischen Jugendarbeit und Selbsthilfeverbänden, Trägern der Behindertenarbeit, kommunalen Behindertenbeauftragten und -beiräten sowie zwischen Fachkräften und Ehrenamtlichen.

Jugendarbeit nachhaltig öffnen

Für diese erfolgreiche Arbeit hat der BJR nun einen zusätzlichen Zuschuss durch die Aktion Mensch erhalten, die SelbstVerständlich Inklusion zu 70 Prozent fördert. 20.000 Euro aus den Spenden der letztjährigen REWE-Weihnachtskampagne „Kindern ein Lächeln schenken“ fließen in das Projekt, das noch bis Ende des Jahres läuft. Danach soll es aber weitergehen, so Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings: „Mit dieser Spende werden noch mehr lokale Kooperationen möglich. Deshalb freue ich mich besonders über diese Auszeichnung, denn Inklusion erfordert ein beständiges, fortwährendes Engagement, sie ist ein kontinuierlicher Auftrag an uns alle. Wir wollen Jugendarbeit auch über 2019 hinaus nachhaltig öffnen und damit unseren Beitrag leisten zu einer Gesellschaft, in der jede und jeder teilhaben und sich einbringen kann.“

Nicht, ob, sondern wie – zehn Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

„Oft braucht es nicht viel, um Hürden abzubauen und Angebote zugänglich zu machen. Man muss nur offen für neue Wege und Möglichkeiten sein“, erklärt Friederike von Voigts-Rhetz, Projektkoordinatorin SelbstVerständlich Inklusion: „Wir wollen mit dieser Arbeit auch einen Bewusstseinswandel anregen. Im März ist es zehn Jahre her, dass die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland in Kraft getreten ist – dort sind die Rechte von Menschen mit Behinderungen festgehalten. Es ist nicht eine Frage ob, sondern wie wir Inklusion in die Praxis umsetzen können.“

Weitere Informationen zum Thema Inklusion sowie zum Projekt SelbstVerständlich Inklusion finden sich auf den Internetseiten des BJR.

Quelle: Bayerische Jugendring vom 06.02.2019

Info-Pool