Kinder- und Jugendarbeit / Digitalisierung und Medien

Neu beim MKFS: Mit der Kamera Geschichte entdecken

Junge Frau mit Videokamera
Bild: Margarit Ralev   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Entstanden ist ein beispielhafter Film, der ermutigt, sich der Vergangenheit zu stellen und Antworten auf offene Fragen zu finden. Der Film steht auf der Seite des Medienkompetenz Forums Südwest (MKFS) zum Download und zum Streamen bereit.

Überall dort, wo Menschen auf Menschen treffen, herrscht Alltag. Nur selten geht es darum, über einen roten Teppich zu schreiten und im Rampenlicht zu stehen. Leben ist Arbeit und Gewohnheit, Freizeit und Abwechslung.

Genau diese alltäglichen Momente sind oft die besonderen, und aus Geschichten wird Geschichte. Das war früher so, das gilt auch heute. Vor Ort, im Kleinen, wird gelebt, und das genaue Hinschauen lohnt – z. B. auf die jungen Menschen. Anhand eines  historisches  Beispiels  der  jungen  Ursula  Michel,  die  im  Jahr  1939  als 15-Jährige gezwungen wird, ihre gesamte Familie zu verlassen. Mit einem der letzten Kindertransporte gelangt sie nach England und überlebt als einziges Mitglied ihrer Familie  die  Judenverfolgung.  Ein  Leben  lang  ist  sie  geprägt  von  den  Ereignissen der Kriegsjahre, doch erst ihre in England geborene Tochter macht sich auf, Licht in das Dunkel des mütterlichen Schicksals zu bringen.

Judith Rhodes erzählt bereitwillig auch vor der Kamera, dass es kein unbelastetes Überleben gibt. Entstanden ist ein gleich in mehrfacher Hinsicht beispielhafter Film – eine Erzählung, die ermutigt, sich der Vergangenheit zu stellen und Antworten auf offene  Fragen  zu  finden;  eine  Erzählung  auch,  die  aufzeigt,  dass  es  oft  der Blickwinkel  ist,  der  eine  Geschichte  neu  und  ganz  anders  interessant  macht.  Der Film  selbst  steht hier auf der Seite des Medienkompetenz Forums Südwest (MKFS) zum  Download  und  zum
Streamen  bereit.  Und  begleitend  zum  Film  gibt  es  nun  eine  Broschüre,  die ausführlich  und  sehr  anschaulich  erläutert,  wie  man  aus  einer  interessanten Geschichte einen guten Film mit Regionalbezug selbst drehen kann. Die Broschüre mit  dem  Titel  "Koffer  gepackt  und  überlebt  –  Regionalgeschichte  im  Film  von Kristina  Förtsch"  ist  in  den  vergangenen  Tagen  bei  der  Stiftung MKFS erschienen und steht hier zum  Download bereit. Außerdem ist sie gegen Einsendung der Portokosten in Höhe von 1,45 Euro erhältlich.

Quelle: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg vom 17.09.2014