Kinder- und Jugendarbeit

Münster ist nun "Dialogbereit"

Zehn Kunstwerke der Wanderausstellung "Dialogbereit" demonstrieren ab heute (26. März) im Centrum für Religiöse Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), wie ein interreligiöser Dialog funktioniert.

Kunst bricht Barrieren auf und erinnert an eine schöne Zeit: Zehn Kunstwerke der Wanderausstellung "Dialogbereit" demonstrieren ab heute (26. März) im Centrum für Religiöse Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), wie ein interreligiöser Dialog funktioniert.

500 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen haben sich für die Ausstellung mit dem Verhältnis zwischen Christen und Muslimen beschäftigt. Sie kamen
miteinander ins Gespräch, und daraus enstanden 100 Kunstwerke, die ihre Gedanken darstellen. Zehn dieser Exponate übergab der Projektleiter und Theologe Georg Bienemann am Montag zum Ende der Wanderausstellung an Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, WWU-Professor für Islamische Religionspädagogik. Die Wanderausstellung von Jugendlichen aus Herten, Dormagen, Sendenhorst und Köln war in verschiedenen Städten in Deutschland
zu sehen, im November auch in Münster.

Mouhanad Khorchide ist begeistert von den Fotos, Bildern und dem "Jugendzentrum" aus Holz. "Es ist eine große Ehre für uns, dass wir die Gedanken des Projekts aufbewahren dürfen", sagte Mouhanad Khorchide, als er die Werke entgegennahm. "Mein Lieblingsstück ist dieses Haus", erklärte er und zeigte auf ein großes Holzhaus mit zehn Türen. Hinter jeder Tür verbirgt sich eine Möglichkeit des Miteinanders von Christen und Muslimen: Jugendliche treiben Sport, ein Kochrezept demonstriert ein gemeinsames Essen, und auf einem Bild basteln einige Jugendliche. "Diese Kunstwerke können wir auch
gut für den islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen nutzen, weil sie aus der Lebenswirklichkeit stammen." Mouhanad Khorchide und seine Mitarbeiter werden die Ausstellung erweitern und alle Räume des Centrums für Religiöse Studien damit schmücken.

"Dialogbereit" ist ein Projekt zum interreligiösen Dialog, das von der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW und der Muslimischen Jugend in Deutschland e.V. veranstaltet wird. Ziel der Initiatoren ist es, Vorurteile abzubauen, eine bessere Kommunikation zwischen Christen und Muslimen aufzubauen und Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe vorzubeugen.

Weitere Informationen:

Quelle: Universität Münster

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