Kinder- und Jugendarbeit / Nachhaltigkeit

Minister Backhaus zu 20 Jahren FÖJ

Mehrere Spielfiguren liegen um einen Blumentopf herum im Gras.
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"Was im Jahr 1991 als Modellprojek begann, hat sich inzwischen zu einem wichtigen und etablierten Jugendbildungsprojekt entwickelt", sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, zum Auftakt des FÖJ-Projektjahres 2013/2014.

"1993 beschloss der Bundestag mit dem Gesetz zur Förderung eines freiwilligen ökologischen Jahres erstmals ein Freiwilligengesetz für den Bereich Umwelt- und Naturschutz. Seit 2002 leisten jährlich durchschnittlich 132 Freiwillige hervorragende Arbeit in ihren Einsatzstellen", so Dr. Backhaus weiter.

Das gemeinsame vehemente Eintreten der beiden Projektträger Jugendwerk Aufbau Ost (JAO) gGmbH und Internationaler Bund (IB) e.V. für die bildungspolitischen Ziele sowie für den Erhalt der notwendigen Umsetzungsinstrumente im FÖJ habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit den anderen Ländern gegenüber dem Bund durchsetzen konnte, dass im neuen, jetzt gültigen Jugendfreiwilligendienstegesetz das FÖJ als solches deutlich erkennbar ist.

"Das FÖJ ist und bleibt ein Erfolgsmodell in Mecklenburg-Vorpommern, weil durch den engagierten Einsatz der Pädagogen und Betreuer sowohl in den Seminaren als auch in den Einsatzstellen das FÖJ inhaltlich erst zu einem Bildungsjahr wird", so der Minister. "Bemerkenswert finde ich, dass die Teilnehmer sowohl in der täglichen Arbeit, als auch in den Seminaren Demokratie und Toleranz erleben und mitgestalten", hob Dr. Backhaus hervor. Nicht umsonst sei bei der Fortschreibung des Landesprogramms "Demokratie und Toleranz" das FÖJ wiederum als Beitrag des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz aufgenommen worden.

Die Fortbildungsbereitschaft auch über die Ländergrenzen hinweg sei ein herausragender Aspekt im FÖJ. "Der Vier-Länder-Verbund mit Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat inzwischen soviel Beachtung gefunden, dass beispielsweise die norddeutschen Länder Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein ähnliches Gremium eingerichtet haben", sagte der Umweltminister.

Wichtig sei und bleibe die Kooperation mit den Nachbarn, unterstrich Dr. Backhaus und begrüßt die intensiven Kontakte mit Polen: "Es freut mich, im kommenden Projektjahr wieder junge Polen in Vorpommern begrüßen zu können." Der Ueckermünder Zoo, das Zentrum für Erlebnispädagogik und Umweltbildung sowie der Naturpark Am Stettiner Haff seien hervorragende Partner für die FÖJ-ler.

"Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei unseren polnischen Nachbarn für das Angebot, erneut bis zu vier deutschen Jugendlichen ein sechsmonatiges Praktikum in Polen zu ermöglichen. Das FÖJ ist ein hervorragender Baustein in der grenzübergreifenden Bildungsarbeit. Die Jugendlichen sind die wirklich wichtigen Botschafter ihrer Länder. Und die Integration von ausländischen Jugendlichen in das Projekt, die Praktika und Seminare tragen nicht nur zum gegenseitigen Kennenlernen bei, sie führen letztendlich auch zu gelebter Toleranz und zum Abbau von Vorurteilen. Umso mehr freut es mich, dass Ministerpräsident Erwin Sellering dieses Thema auf seinem Besuch in der polnischen Hauptstadt mit im Gepäck haben wird", sagte der Minister.

Ein besonderer Dank ging an Frau Regina Illing, die 1993 zum Aufbauteam des FÖJ in M-V gehörte. Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, das damals klassische Umweltbildungsjahr FÖJ zu einem Bildungsjahr für Nachhaltige Entwicklung auszubauen.

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern vom 12.09.2013