Kinder- und Jugendarbeit / Nachhaltigkeit

Mehr Wertschätzung, weniger Verschwendung: KLJB Positionspapier zum Umgang mit Lebensmitteln

Fruchtteller Obst
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In ihrem Positionspapier „Lebensmittel wertschätzen“ fordert die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) e.V. einen verantwortungsbewussteren Umgang mit Lebensmitteln. Zu den Forderungen gehören unter anderem die Aufnahme des Themas Ernährungsbildung in Lehrpläne sowie die Einbeziehung von Kindern bei der Zubereitung von Mahlzeiten in Kitas.

Der Bundesausschuss der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) e.V., der vom 16. bis zum 18. Juni 2017 in Würzburg tagte, formuliert in seinem Positionspapier "Lebensmittel wertschätzen" konkrete Forderungen an produzierende und verarbeitende Betriebe sowie an Politik und Verbraucher/-innen."

Stärkeres Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft

Wir stellen mit Sorge fest, dass das Wissen um die Produktion von Lebensmitteln von der Bestellung landwirtschaftlicher Nutzflächen bis hin zum Verkauf in unserer Gesellschaft zunehmend in den Hintergrund rückt", erläutert Tobias Müller, Bundesvorsitzender der KLJB. "Mit dem Beschluss setzen wir uns für ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein bei allen Beteiligten ein. Dazu gehört für uns eine faire Entlohnung und ein verantwortungsvoller Umgang von allen Beteiligten mit den eingesetzten Ressourcen, wie Boden, Luft und Wasser, Tiere und Pflanzen sowie den arbeitenden Menschen."

Verlust der Wertschätzung von Lebensmitteln

Die KLJB kritisiert in ihrem Beschluss u.a. die Präsentation und den Verkauf von Lockangeboten unter dem Einstandspreis und den damit einhergehenden Verlust der Wertschätzung von Lebensmitteln. Als einen wesentlichen Auslöser der Lebensmittelverschwendung sieht die KLJB das bestehende Mindesthaltbarkeitsdatum und fordert deswegen den sofortigen Verzicht des Aufdrucks auf besonders lange haltbaren Produkten wie Wasser, Mehl oder Nudeln.

Kinder in die Zubereitung von Mahlzeiten einbeziehen

Außerdem fordert sie im Sinne der Bildung der Verbraucher/-innen die Aufnahme von Themen der Ernährungsbildung in schulische Lehrpläne sowie die Verpflichtung von Kindertagesstätten, Kinder in die Zubereitung von Mahlzeiten einzubeziehen. Tobias Müller erklärt dazu: "Uns ist natürlich bewusst, dass Kinder nicht in jeder Einrichtung die Hauptmahlzeiten zubereiten können oder dürfen. Unsere klare Forderung ist dennoch die Verpflichtung, nach Möglichkeiten der Umsetzung zu suchen. Dies kann auch die Zubereitung eines Salates am Nachmittag oder der Besuch des Wochenmarktes sein."

Mehr Informationen zum Thema sowie das Positionspapier finden Sie auf der Internetseite der KLJB.

Quelle: Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. vom 27.06.2017

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