Kinder- und Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit

LVR zeichnet kinderfreundliche Projekte im Rheinland aus

Kind klettert auf Spielplatz
Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat vier Projekten aus dem Rheinland das LVR-Prädikat Kinderfreundlich verliehen. Ziel der Aktion ist es, kinderfreundliche Taten, Leistungen und Angebote zu prämieren, um Anreize für die Gestaltung einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt zu schaffen.

"Kinder brauchen Räume zur Entfaltung und vor allem jemanden, der sie fördert und ermuntert. Nicht alle Kinder haben das Glück, diese Unterstützung zu erhalten. Der Landschaftsverband Rheinland möchte aus diesem Grund mit dem LVR-Prädikat Kinderfreundlich Projekte ehren, die sich im besonderen Maße für die Belange von Kindern einsetzen und als Vorbild und Inspiration für andere Personen und Institutionen dienen können", so Prof. Dr. Jürgen Rolle, Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses, bei der Preisverleihung in Köln.

Die Träger des "LVR-Prädikat kinderfreundlich" 2014 im Überblick:

  • Der Verein Kindernöte e.V. aus Köln-Chorweiler stärkt Kindern den Rücken, indem er ihnen erwachsene Vorbilder und Partner zur Seite stellt und ihnen beibringt, mit Problemen und Krisen umzugehen. Dazu gehört unter anderem das Projekt "Lernen und Spielen auf der Straße", bei dem einmal pro Woche Kindern von sechs bis 13 Jahren ein betreutes Gruppenangebot "auf der Straße" angeboten wird.
  • Die Spielplatzpaten für Mettmann sorgen dafür, dass Kinder auch immer einen Platz zum Spielen finden. Ehrenamtliche Paten setzen sich dafür ein, dass Spielplätze und -räume jederzeit bespielbar sind und Kinder dort sicher spielen können. Dieses Ziel wurde bereits für gut die Hälfte aller Spielplätze in Mettmann realisiert.
  • Mit der Schließung des örtlichen evangelischen Gemeindehauses drohte dem Ortsteil Remscheid-Süd im Jahr 2006 der Verlust eines zentralen sozialen Ortes. Anwohnerinnen und Anwohner gründeten daraufhin den Trägerverein Bürgerhaus-Süd e.V. 160 zahlende Mitglieder und viele Ehrenamtliche ermöglichen seit acht Jahren die Arbeit des Hauses. Dazu zählen vielfältige Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche im Stadtteil wie zum Beispiel Koch- und PC-Kurse sowie mehrwöchige Jugendfreizeiten.
  • Der Verein für Kinder und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V. aus Essen handelt nach dem Leitmotto "Chancengleichheit für eine bessere Zukunft". Besonders hervorzuheben ist das "Notinsel-Projekt": Notinseln sind öffentlich zugängliche Orte, die Kindern, die sich bedroht fühlen, Schutz bieten. Geschäfte signalisieren die Teilnahme durch Notinsel-Aufkleber an ihrer Tür oder ihrem Schaufenster. Der Verein hat in kurzer Zeit im Stadtgebiet von Essen über 300 Notinseln aufgebaut.

Die Entscheidung über die eingereichten Vorschläge treffen die Jugendpolitikerinnen und -politiker aus dem Landesjugendhilfeausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland. "Die prämierten Initiativen sollen möglichst auf Dauer angelegt und darauf ausgerichtet sein, kinderfreundliche Strukturen in der Kommune zu schaffen und abzusichern", betont LVR-Jugenddezernent Reinhard Elzer. Bei der Auswahl werde zudem berücksichtigt, dass Kindern Rechte eingeräumt werden und diese aktiv an der Planung und Mitgestaltung der Projekte beteiligt werden, so Elzer weiter.

Quelle: Landschaftsverband Rheinland (LVR) vom 30.01.2014

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