Kinder- und Jugendarbeit / Sozialpolitik

Lernort der Geschichte: Neue Ausstellung in Point Alpha

Bild: savid/ www.pixabay.com (CC0)

Bei einem Besuch der Gedenkstätte Point Alpha im ehemaligen hessisch-thüringischen Grenzgebiet hat sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters am 17. August vorab über die neue Dauerausstellung „Everyday Life. Deutsch-Amerikanischer Alltag im ‚Fulda Gap‘ im Schatten des Kalten Krieges“ informiert. Die Ausstellung wird im Oktober 2017 eröffnet.

Nach einem Rundgang über das ehemalige US-Militärgelände und nach Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen betonte Monika Grütters: „Die Gedenkstätte Point Alpha ist ein eindrucksvoller Lernort der Geschichte, der das erschreckende Ausmaß der Bedrohung während des Kalten Kriegs und der Teilung Deutschlands deutlich macht. Es ist zudem der einzige erhaltene Beobachterstützpunkt der US-Armee an der innerdeutschen Grenze. Hier am authentischen Ort, an der Nahtstelle zwischen Demokratie und Diktatur, wirkt bis heute die schmerzhafte Realität der Grenze und des DDR-Unterdrückungsregimes nach. Die Hochrüstung auf beiden Seiten der Grenze und die permanente Gefahr einer militärischen Eskalation zwischen den Blöcken sind immer noch hautnah spürbar. Es sind Einrichtungen wie Point Alpha, die uns helfen, die Erinnerung an unsere so bewegte jüngste Vergangenheit lebendig zu halten.“

Historisch-politische Vermittlungsarbeit 

Die Kulturstaatsministerin weiter: „Die neue, aus meinem Etat mitfinanzierte Ausstellung ‚Everyday Life‘, stellt nun erstmals in den Mittelpunkt, wie wichtig und prägend das alltägliche Zusammenleben der deutschen Zivilbevölkerung und der US-Soldaten für die Entstehung einer demokratischen Kultur war und erinnert uns zugleich an das großartige Engagement der Vereinigten Staaten für die Verteidigung von Freiheit und Demokratie in Deutschland und Europa. Die besonders für zukünftige Generationen wichtige historisch-politische Vermittlungsarbeit wird mit dieser Ausstellung an diesem sensiblen Ort vorbildlich geleistet.“

Zusammenleben im Fulda Gap

Die Ausstellung „Everyday Life - Deutsch-amerikanischer Alltag im „Fulda Gap“ im Schatten des Kalten Krieges“ widmet sich dem alltäglichen Zusammenleben und der zivil-militärischen Zusammenarbeit der im sogenannten „Fulda Gap“ stationierten US-Soldaten und der deutschen Zivilbevölkerung vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zum Abzug der Amerikaner. 38 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben die Dauerausstellung mit ihren Erinnerungen bereichert. Das Projekt wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit 147.000 Euro gefördert.

Gedenkstätte Point Alpha

Die Gedenkstätte Point Alpha erstreckt sich auf einer Fläche von rund 70.000 Quadratmetern über hessisches und thüringisches Gebiet. Neben dem ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt zeigt die Gedenkstätte teils originale, teils rekonstruierte Grenzanlagen der ehemaligen DDR.

Weitere Informationen unter: www.pointalpha.com

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 17.08.2017

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