Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Nach der U18-Wahl wären bunte Koalitionen möglich

Im Vergleich zu den derzeitigen Prognosen zur Landtagswahl am nächsten Sonntag haben die Jugendlichen bei der Jugendwahl U18 18. März 2011 deutlich mehr kleinere Parteien gewählt. Wie bereits gestern abend bekannt gegeben, hätten es nach dem Willen der unter 18-Jährigen die Grünen mit 34,0 %, die SPD mit 23,0 %, die CDU mit 17,2 % und die Piraten mit 8,7 % in den Landtag geschafft. Nicht in den Landtag eingezogen wäre die FDP mit 4,4 % und die Linke mit 3,4 %, ebenso wie die NPD mit 3,9 %. Insgesamt haben die Jugendlichen 17,1 % ihrer Stimmen Parteien gegeben, die es nicht über die 5 Prozent Hürde geschafft haben. Ein Wert der bei einer echten Wahl vermutlich niedriger wäre.

„Die Jugendlichen wählten mehr nach ihren Anliegen als nach wahltaktischen Erwägungen. Da die Jugendwahl U18 nicht über eine tatsächliche Sitzverteilung entscheidet, fällt es hier leichter Parteien zu wählen, von denen man nicht damit rechnet, dass sie über die 5 Prozent Hürde kommen“, vermutet die Vorsitzende des Landesjugendrings Baden-Württemberg, Isabel Hoever.

Rechnerisch wären nach dem Ergebnis der U18-Wahl die Grünen von den Jugendlichen mit der Regierungsbildung beauftragt worden, die in einer Koalition mit jeder der anderen drei Parteien genug Stimmen für eine mehrheitsfähige Regierung gehabt hätten. Möglich wäre neben der politisch wahrscheinlichsten Variante von Grün-Rot also auch Grün-Schwarz oder Grün-Orange, eine Koalition der Grünen mit der Piratenpartei, gewesen.

Herausgeber: Landesjugendring Baden-Württemberg e.V.

 

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