Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Landesjugendring NRW fordert den jugendgerechten Ausbau des ÖPNV in NRW

Eine junge Frau steigt an einer Bushaltestelle in einen Bus.
Bild: © scharfsinn86 - fotolia.com

Mit einer Diskussionsveranstaltung endete die Kampagne #jungbewegtmobil des Landesjugendrings NRW, die seit Mai 2019 auf die Hürden der Mobilität junger Menschen aufmerksam macht. In diesem Rahmen forderten die Jugendverbände u.a. ein Jugendticket für NRW, eine bessere Anbindung des ländlichen Raums sowie den Ausbau des Radwegnetzes.

„Ein jugendgerechter öffentlicher Nahverkehr ist Voraussetzung für die Gleichberechtigung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen, denn: Um sich einbringen zu können, müssen Kinder und Jugendliche mobil sein! Im Sinne der einmischenden Jugendpolitik müssen junge Menschen bei der Gestaltung der Mobilitätsmöglichkeiten beteiligt werden“, fordert Max Pilger, Vorsitzender des Landesjugendrings Nordrhein-Westfalen.

#jungbewegtmobil – Forderungen der Jugendverbände

Knapp 50 Mitglieder nordrhein-westfälischer Jugendverbände haben am 20. November 2019 gemeinsam mit Politiker(inne)n des Landtags im Rahmen der Kampagne #jungbewegtmobil des Landesjugendrings NRW über die Anforderungen an jugendgerechte Mobilität in NRW gesprochen. Der Landesjugendring NRW fordert ein Jugendticket für NRW und den jugendgerechten Ausbau des ÖPNV, wie die bessere Anbindung des ländlichen Raums, eine höhere Taktung auch bei Nachtfahrten und den Ausbau des Radwegenetzes.

Die Mobilität junger Menschen hat sich verändert

Die Veranstaltung startete mit einem Impulsvortrag zur Mobilität junger Menschen von Prof. Dr. Reutter von der Universität Wuppertal. Sie erläuterte den Gästen, dass sich die Mobilität junger Menschen über die letzten Jahrzehnte verändert hat – immer weniger junge Menschen sehen das Auto als ihr priorisiertes Verkehrsmittel.

Der Kinder- und Jugendrat NRW veröffentlichte die Ergebnisse der Umfrage „Bus und Bahn – Was läuft (nicht)?“, die online parallel zur Kampagne lief. Mehr als 2.000 Jugendliche beteiligten sich. Auch hier wurde deutlich, dass die Bedarfe der jungen Menschen vor allem im Ausbau des Öffentlichen Verkehrs liegen und sie sich günstigere Ticketpreise wünschen.

Teilnehmer/-innen der Diskussion waren:

  • Prof. Dr. Ing. Ulrike Reutter (Universität Wuppertal),
  • Charlotte Quik, MdL (CDU),
  • Alexander Brockmeier, MdL (FDP),
  • Johannes Remmel, MdL (Die Grünen),
  • Gordan Dudas, MdL (SPD),
  • und junge Menschen aus den Verbänden.

Mit der Diskussionsveranstaltung endete die Kampagne #jungbewegtmobil des Landesjugendrings NRW, die seit dem 8. Mai dieses Jahres auf die Hürden der Mobilität junger Menschen aufmerksam macht. Gemeinsam mit Unterstützer/-innen und den Mobilmacher/-innen sprachen sie ihre Forderungen in den Social-Media-Kanälen und bei verschiedenen Veranstaltungen, wie z.B. der Aktion „Mit dem ICE durch NRW“ im Juli 2019, aus.

Weitere Informationen und alle Forderungen des Landesjugendrings NRW unter www.ljr-nrw.de/mobilitaet.

Quelle: Landesjugendring NRW vom 20.11.2019