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Landesjugendring NRW: Einmischen, Jugendverbandsarbeit absichern und Flüchtlinge willkommen heißen

Viele "Daumen Hoch" und darüber leuchtende Glühbirnen
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Der Landesjugendring NRW hat seine inhaltlichen Schwerpunkte für die kommenden zwei Jahre beschlossen. Die Einmischende Jugendpolitik soll weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Außerdem positionierten sich die Jugendverbände zur Flüchtlingspolitik und fordern ein freies Internet.

Einmischende Jugendpolitik umsetzen, Jugendverbandsarbeit finanziell absichern, zur NRW-Flüchtlingspolitik positionieren und freies Internet fördern: Auf der diesjährigen Vollversammlung gestern in Bochum legten die Mitgliedsverbände des Landesjugendrings NRW die inhaltlichen Schwerpunkte der nächsten zwei Jahre fest und wählten einen neuen Vorstand. In der kommenden Legislaturperiode leiten Sarah Primus und Roland Mecklenburg als Vorsitzende den Landesjugendring. Als Stellvertreter/innen benannten die Delegierten Stephan Thiemann, Juliane Schulz und Jens Lübbe.

Einmischende Jugendpolitik bleibt wichtiges Thema

"Die Einmischende Jugendpolitik bleibt für uns auch in den kommenden zwei Jahren ein wichtiges Thema. Wir setzen uns dafür ein, das Politik und Verwaltung sich ernsthaft mit den Themen junger Menschen auseinander setzen", erläutert Roland Mecklenburg, Vorsitzender des Landesjugendrings NRW. "Jugendverbänden kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Sie dienen als Sprachrohr für die Belange der jungen Menschen und bieten ihnen die Möglichkeit, Demokratie in ihrem direkten Umfeld zu (er)leben. Daher ist es uns wichtig, in den kommenden zwei Jahren die finanzielle Absicherung der Jugendverbandsarbeit voranzutreiben."

Positionierung zur NRW-Flüchtlingspolitik und Forderung nach freiem Internet

Auch mit der aktuellen Flüchtlingspolitik in NRW und deren Auswirkungen auf die Jugendverbände beschäftigte sich der Landesjugendring NRW auf der gestrigen Vollversammlung. So fordert er eine Kultur der Integration über eine Willkommenskultur hinaus, für die gesetzliche Hürden beseitigt und finanzielle Mittel der Bundesregierung bereitgestellt werden müssen. Zudem seien bei allen Entscheidungen, die Minderjährige betreffen, das Kindeswohl und die UN-Kinderrechtskonventionen zu beachten.

Außerdem unterstützt der Landesjugendring NRW die Initiative zum Aufbau eines freien WLAN-basierten Netzwerkes. Er fordert seine Mitgliedsverbände auf, mit ihrer Internetlogistik Freifunk-Stationen aufzubauen. Vor allem Menschen mit keinem oder wenig Einkommen, zu denen auch Flüchtlinge zählen, erhalten dadurch Zugang zum Internet.

Vorstandswahl: Bewährte Spitze und neue Gesichter

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten stand die Wahl zum neuen Vorstand im Mittelpunkt der Vollversammlung. Dabei bestätigten die Delegierten Sarah Primus vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ NRW) und Roland Mecklenburg von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Nordrhein-Westfalen (AEJ-NRW) als Vorsitzende.

Neue Gesichter gibt es hingegen bei den Stellvertretenden: Juliane Schulz von der Sportjugend NRW und Jens Lübbe vom Ring deutscher Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände NRW (rdp nrw) unterstützen nun das fünfköpfige Gremium. Stephan Thiemann (SJD – Die Falken) hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand mitgewirkt.

Großen Applaus für ihre geleistete Arbeit erhielten die beiden ausscheidenden Vorstandsmitglieder Régis Triller und Hanno Krüger.

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des nordrhein-westfälischen Landesjugendrings zur Verfügung. 

Quelle: Landesjugendring Nordrhein-Westfalen vom 29.10.2015

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