Kinder- und Jugendarbeit / Coronavirus

Kulturpraxis und Corona: Fonds Soziokultur vergibt 350.000 € im Sonderprogramm „Inter-Aktion“

Eine Jugendlicher im Kapuzenpullover springt vor einer Wand mit einem Graffiti hoch.
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Für das Sonderförderprogramm „Inter-Aktion“ des Fonds Soziokultur e.V. sind fast 800 Förderanträge eingereicht worden. Aufgrund dieser hohen Antragszahl wurde das Budget für das Programm von 250.000 Euro auf 350.000 Euro aufgestockt. Das Kuratorium hat 75 Projekte ausgewählt, die mit ungewöhnlichen digitalen, aber auch analogen Möglichkeiten soziokulturelle Arbeit leisten.

Ideenreich und unerschrocken: Kulturpraxis und Corona

Als Reaktion auf die Corona-Krise hatte der Fonds Soziokultur Anfang April das Ad-hoc-Programm „Inter-Aktion“ aufgelegt, das insbesondere Einrichtungen der freien Kulturarbeit unterstützen soll. Kern des Programms ist die Förderung von neuen Formaten in kontaktfreien Zeiten, die mit ungewöhnlichen digitalen, aber auch analogen Möglichkeiten soziokulturelle Arbeit leisten. Mit insgesamt rund 800 Anträgen aus dem gesamten Bundesgebiet sind beim Fonds Soziokultur e.V. bis zum Stichtag Anfang Mai überwältigend viele Anträge eingegangen. Das Kuratorium entschied nun über die Förderung von 75 Projekten, die mit einem nochmals aufgestockten Fördertopf realisiert werden können.

350.000 € im Sonderprogramm „Inter-Aktion“

„Die enorme Resonanz auf „Inter-Aktion“ ist nicht nur Ausdruck der schwierigen Situation, in der sich die Einrichtungen der soziokulturellen Landschaft befinden; sie ist auch ein Zeichen der Widerstandsfähigkeit von Phantasie und von Ideen, mit denen die Antragstellenden dieser Krise trotzen.“, so Kurt Eichler, Vorsitzender des Fonds Soziokultur e.V. Aufgrund des Rücklaufs hat der Vorstand des Fonds eine Aufstockung des Programmbudgets von 250.000 € auf 350.000 € entschieden.

In rasantem Tempo wurde innerhalb von fünf Wochen ein inhaltliches Programm aufgelegt, wurden alle Anträge qualitativ gesichtet, und in einer Kuratoriumssitzung ist nun über die Förderung entschieden worden. Sie heißen „A part Art“, „Digitale Welten To Go“ oder „Im Nebel“ und zeigen die Bandbreite von Online-Workshops, internetbasierten Tanz-Choreografien aus Wohnzimmern, Familienpodcasts bis zur Verteilung von Kunst-Bausätzen am Wegesrand. 

„Der Ideenreichtum der Szene ist bemerkenswert. Eine beeindruckende Vielfalt an Trägern hat hier innerhalb kürzester Zeit digital-analoge Projektformate entwickelt, die sich augenzwinkernd bis kritisch mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen.“, sagt die Vorsitzende des Kuratoriums Ulrike Münter. Dies würde zu einer Qualifizierung des Felds beitragen, die auch über den Förderzeitraum hinaus wirksam sei.

Die geförderten Projekte sowie nähere Infos unter www.fonds-soziokultur.de

Quelle: Fonds Soziokultur vom 11.05.2020