Kinder- und Jugendarbeit / Förderinformationen

Kulturelle Bildung: Jugendkunstschulen in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet

Kinderhand mit Pinsel in der Hand die auf Leinwand malt
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Rheinland-Pfalz hat 2008 begonnen, den Auf- und Ausbau von Jugendkunstschulen im Land zu fördern. Im Jubiläumsjahr 2018 werden erstmals Einrichtungen mit einem besonders überzeugenden Profil ausgezeichnet. Diese können sich nun offiziell „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ nennen. Für die neue Förderrunde können sich Träger bis 1. Oktober 2018 bewerben.

Der Titel „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz – Mit Kunst in die Welt!“ wird jedes Jahr neu an Einrichtungen vergeben, die sich auch am Jugendkunstschulprogramm des Landes beteiligen. Anfang Juni wurden die ersten Jugendkunstschulen im Rahmen einer Feierstunde im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur geehrt.

Wichtiger Baustein für die Kulturelle Bildung

„Die Jugendkunstschulen haben sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem wichtigen Baustein für die kulturelle Bildung in unserem Land entwickelt. Sie ermöglichen es, Kinder und Jugendliche möglichst früh an die verschiedenen Formen von Kunst und Kultur heranzuführen und bieten diesen gleichzeitig die Chance, eigene Talente unter professioneller Anleitung zu entfalten“, so Kulturminister Konrad Wolf und er ergänzte: „Die Jugendkunstschulen tragen vor allem dazu bei, dass sich Mädchen und Jungen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zu starken Persönlichkeiten entwickeln. Deshalb ist es mir heute ein großes Anliegen, Einrichtungen mit besonders professioneller Jugendkunstschularbeit auszuzeichnen. Sie alle haben sich in herausragender Weise um die Jugendkunstschularbeit und die Förderung der kulturellen Bildung verdient gemacht. Dafür ein herzliches Dankeschön und ein großes Kompliment an Sie alle!“

Verschiedene Qualitätskriterien

Grundlage für die Auswahl der „Jugendkunstschulen Rheinland-Pfalz“ sind Qualitätskriterien, die seitens des Kulturministeriums in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Rheinland-Pfalz der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik e.V. sowie in Kooperation mit Vertretern von Jugendkunstschulen entwickelt wurden, um Anforderungen an eine überzeugende und professionelle Jugendkunstschule deutlich zu machen. Die Qualitätskriterien betreffen etwa die Vielfalt von Kunst- und Kultursparten, Angebotsschwerpunkte und Methoden, aber auch die Qualifikation des Personals, die Vernetzung mit regionalen Partnern oder die Raumsituation.

In 2018 haben insgesamt 27 Einrichtungen eine Förderung aus dem Jugendkunstschulprogramm erhalten. 300.000 Euro stehen im Haushaltsjahr 2018 hierfür insgesamt zur Verfügung. Elf von diesen erfüllen die Kriterien als „Jugendkunstschulen Rheinland-Pfalz“ in besonderer Weise. Nachdem die Phase des Auf- und Ausbaus weitestgehend abgeschlossen sei, ziele das „Landesprogramm zur Förderung von Jugendkunstschulen Rheinland-Pfalz“ nun auf die weitere Qualitätssteigerung.

Vielfalt der Einrichtungen

„Eine Jugendkunstschule erfolgreich entwickeln und führen zu können, ist ein anspruchsvolles Vorhaben, das Anerkennung verdient. Großes Organisationstalent, ökonomisches Verständnis und künstlerische Professionalität sind unerlässlich. Den ausgezeichneten Jugendkunstschulen bietet das Logo die Möglichkeit, sich als professionelle Jugendkunstschule auch nach außen sichtbar zu machen“, hob der Kulturminister bei der Auszeichnung hervor.

Unter den erstmals ausgezeichneten Jugendkunstschulen befinden sich Einrichtungen aus ländlichen Gebieten ebenso wie aus Ballungsräumen. Repräsentanten größerer Einrichtungen, die schon lange beim Landesprogramm dabei sind, sind darunter und ebenso einige, die erst vor wenigen Jahren begonnen haben, ein kulturpädagogisches Angebot auf die Beine zu stellen.

Weiterführende Informationen

Für eine neue Förderrunde in 2019 können sich interessierte Einrichtungen bis zum 1. Oktober 2018 bewerben. Die entsprechenden Informationen und Antragsunterlagen finden sich beim Kulturbüro Rheinland-Pfalz der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik e.V.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz vom 08.06.2018

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