Kinder- und Jugendarbeit

Kultur macht stark – Programm zur kulturellen Bildung

Zwei Mädchen arbeiten an einer Maske aus Gips
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Die Bundesregierung zieht Zwischenbilanz des Bundesprogramms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Bis Ende 2014 haben hochgerechnet knapp 300.000 benachteiligte Kinder und Jugendliche an Maßnahmen teilgenommen bzw. nehmen teil.

Das Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung", das es seit Anfang 2013 gibt, hat sich trotz anfänglicher Startschwierigkeiten gut entwickelt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/4569) auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/4319) hervor.

Das Programm, mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche fördert, wird von Verbänden und Initiativen umgesetzt. Die Maßnahmen würden im Rahmen von Bündnissen für Bildung mit mindestens drei lokalen Partnern durchgeführt.

Insgesamt hat sich laut Antwort der Bundesregierung das Programm gut entwickelt, die Zahlen sind kontinuierlich gestiegen. Die programmeigene Datenbank enthält aktuell knapp 8.000 abgeschlossene und laufende lokale Maßnahmen. Die Maßnahmen finden in ganz Deutschland statt: 93 Prozent aller Landkreise und kreisfreien Städte werden erreicht. Es gibt 3.520 Bündnisse für Bildung mit insgesamt 8.046 Bündnispartnern. Bis Ende Dezember 2014 haben hochgerechnet knapp 300.000 benachteiligte Kinder und Jugendliche an Maßnahmen teilgenommen bzw. nehmen teil. Mit dem Programm werden alle Ziel- und Altersgruppen sowie Kunstsparten und Kulturbereiche abgedeckt.

Weitere Informationen zur Umsetzung des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung", das bis 2017 gefördert wird, sind einsehbar in der Antwort der Bundesregierung (PDF-Datei, 151 KB).

Über das Bundesprogramm

Seit dem Jahr 2013 läuft das Bundesprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Es hatten sich insgesamt 163 außerunterrichtlich agierende Verbände bzw. Initiativen um Fördermittel beworben. Die Bundesregierung stellt für den Zeitraum 2013 bis 2017 mittlerweile 34 bundesweiten Verbänden und länderübergreifenden Initiativen insgesamt bis zu 230 Mio. Euro zur Verfügung, um die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure voranzutreiben und "ergänzend zur Arbeit der Schulen Verantwortung für die Bildung der jungen Generation (zu) übernehmen", wie es in den Richtlinien zum Programm heißt. Ziel des Programmes ist es, Bildungsarmut zu verringern und den Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft abzubauen.

Quelle: Deutscher Bundestag – heute im bundestag Nr. 192 vom 16.04.2015

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