Kinder- und Jugendarbeit / Qualifizierung

Konferenz zum Thema Männlichkeit – Herausforderung und Faszination für Jungen und Jungenarbeiter

Ein Junge hält einen Fußball im Arm und lächelt.
Bild: © Irina Schmidt - Fotolia.com

Männliche Fachkräfte aus allen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus Schule und Schulsozialarbeit sind zur Diskussion und Reflexion am 20. Mai 2015 innerhalb der Veranstaltung "Praxis der Jungenarbeit 14" eingeladen.

Männlichkeit und Identitätsbildung

Im Mittelpunkt der Konferenz "Praxis der Jungenarbeit 14: Männlichkeit – Herausforderung und Faszination für Jungen & Jungenarbeiter" – eine Kooperationsveranstaltung des LVR Landesjugendamt Rheinland, dem Paritätischen Jugendwerk NRW und der LAG Jungenarbeit NRW – steht das Thema Männlichkeit.

Es geht um die Frage, wie Jungen die Aufgabe bewältigen können, eine Identität als "kleiner Mann" zu entwickeln, die nicht nur für sie selbst stimmig ist, sondern auch den Erwartungshaltungen und Wahrnehmungsmustern in ihrer Lebenswelt gerecht wird: der Familie, der Peergroup, in Schule, Jugendeinrichtung, im öffentlichen Raum usw.

Reflektieren der geschlechtsbezogenen Wahrnehmungsmuster

Zu viel Subkultur, Aggression oder gar Gewalt in der männlichen Inszenierung kann verunsichern oder gar abschrecken. Auf der anderen Seite sind Jungenarbeiter gefordert, ihre geschlechtsbezogenen Wahrnehmungsmuster zu reflektieren. Welche Männlichkeit wollen sie fördern, welche nicht? Ist die Förderung von Männlichkeit überhaupt ein Ziel von Jungenarbeit? Und wo stößt Jungenarbeit an ihre Grenzen, beispielsweise wenn es um Entwicklungen wie die Faszination junger Männer für radikale Szenen bis hin zum Krieg geht?

Die Konferenz will zur Diskussion und Reflexion dieser und weiterer Fragen aus der Jungenarbeit einladen. Neben einem Fachvortrag von Prof. Dr. Marc Schulz von der Fachhochschule Köln werden in mehreren Fachforen konkrete Praxisbeispiele aus der praktischen Arbeit mit Jungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern präsentiert:

  • Faszination Männlichkeit und Ehre das Heroes-Projekt
  • Körper sein Körper haben
  • Gangster-Rapper Subkulturelle Männlichkeitsbilder im Zeichen des Ehrbegriffs
  • Ich bin ein Star holt mich aus meiner Behinderung raus! Wie Jungen mit Behinderung Männlichkeit erleben
  • Mediale Männerbilder bei Gamern, COS-Playern und YouTubern
  • Verlockung des extremen Salatismus für junge Männer
  • Identifikation und Imitation Das Männerbild im HipHop
  • Männersport Vereinsfußball Faszination des Wettstreits, der Kameradschaft, des gemeinsamen Erlebens und der Körperlichkeit
  • Zwischen Praxis, Theorie und Medienkult ein kritischer Blick auf Jungenarbeiter, ihre Leitbilder und Praxen


Zielgruppe: Eingeladen sind ausschließlich männliche Fachkräfte aus den verschiedenen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus dem Bereich Schule/Schulsozialarbeit.

Informationen zur Veranstaltung

Teilnehmerbeitrag: 30,- EURO (inklusive Mittagsimbiss)
Veranstaltungsort: Zentralverwaltung des LVR, Horionhaus, Köln
Fragen zur Anmeldung: Gabriele Weier, Melanie Hahn
Telefon: 0221 809-406 oder -407
E-Mail: fobi-jugend@DontReadMelvr.de

Anmeldeschluss ist der 24. April 2015.
Die Ausschreibung inkl. Anmeldeformular steht als PDF-Datei (537 KB) zum Download zur Verfügung.

Quelle: Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V. / Fachstelle Jungenarbeit NRW

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