Kinder- und Jugendarbeit

KLJB zieht positive Bilanz zum Ende der Internationalen Grünen Woche

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands zieht ein positives Fazit zur Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin. Mit ihrem Stand zum Thema „Verliebt — Verlobt — Vernetzt. Land ist besser vernetzt als Du denkst“ war der katholische Jugendverband noch bis Sonntag in Berlin vertreten.

„Das Thema Vernetzung ist nun in aller Munde“, freut sich KLJB-Bundesvorsitzende Karin Silbe. „An unserem Netzwerkkonfigurator entstanden mit den BesucherInnen viele interessante Gespräche über ihre Andockpunkte an Netzwerke und deren Bedeutung für das Landleben. Die Suche-Biete-Funktion an unserer Litfaß-Säule veranlasste zur Kontaktaufnahme über die IGW hinaus und an unserer interaktiven Bushaltestelle wurden Neuigkeiten ausgetauscht.

Die Rückmeldungen bestätigten, dass das Thema für eine nachhaltige Entwicklung
ländlicher Räume nötiger denn je ist — besonders in der zukunftsfähigen Verbindung von sozialem, ökologischen und ökonomischen Leben in der Region und der Welt.“ Vor allem für Jugendliche in ländlichen Räumen ist Vernetzung ein wichtiger Schritt Richtung Beruf. Außerdem sieht die KLJB die Mitsprache-Möglichkeiten Jugendlicher in politischen Fragen nicht ausreichend gegeben. „Die Regierung unternimmt zu wenig, um Netzwerke wie beispielsweise LEADER-Prozesse und Zugänge dazu für Jugendliche attraktiver zu gestalten. Daher haben wir an unserem Stand Möglichkeiten aufgezeigt wie Vernetzung sowohl persönlich als auch digital zum Engagement anregen. Nur wenn wir uns aktiv und ernsthaft an Planungs- und Entscheidungsprozessen beteiligen können, können wir ein generationenübergreifendes Zusammenleben und eine Zukunft in unserer Heimat
ermöglichen.“, so Fabian Schneider, KLJBler aus der Diözese Freiburg, der gemeinsam mit dem Diözesanverband Aachen in diesem Jahr die Messestandbetreuung übernommen hat.

Vertreter/-innen aus Politik, Wirtschaft und Kirche, wie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Alois Glück als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Bärbel Kofler (MdB), besuchten den KLJB-Stand und diskutierten mit dem KLJBBundesvorstand über die Forderungen der KLJB.

Vernetzungs-Gottesdienst und Landjugendempfang

Vernetzung war auch zentrales und gelebtes Thema im Gottesdienst mit rund 300
Jugendlichen in der St. Hedwigs-Kathedrale, gestaltet von KLJB und der Evangelischen Jugend auf dem Lande (ejl). KLJB-Bundesseelsorger Daniel Steiger betonte, wo Menschen sich überall in Netzwerken befinden, zeigte aber auch auf, dass Zwischenmenschliches auf der Strecke bleiben kann. Beim anschließenden Landjugendempfang im Pfarrzentrum konnten sich die Jugendlichen von ejl und KLJB austauschen und verbandsinterne Kontakte knüpfen. Die zahlreichen KLJBlerInnen auf der IGW kamen in diesem Jahr aus den Diözesen München-Freising, Regensburg, Passau, Augsburg, Osnabrück, Münster, Freiburg, Oldenburg, Paderborn, Aachen und Rottenburg-Stuttgart.

KLJB vernetzt sich auf der IGW

Darüber hinaus war die KLJB Trägerin der Demonstration vom Berliner Hauptbahnhof zum Kanzleramt „Wir haben Agrarindustrie satt!“. In der zweiten Woche schmiedete der katholische Jugendverband mit rund 120 französischen und deutschen Jugendlichen aus den deutschen und französischen Landjugendverbänden, der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen (ejl), dem Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL) und den Jeunes Agriculteurs (JA) und dem eigenen Partnerverband Mouvement rural de jeunesse chrétienne (MRJC) denkbare Visionen, Chancen und Herausforderungen in ländlichen Räumen anlässlich 50 Jahre Elysée-Vertrag.
Die Themenfelder Jobchancen, Infrastruktur, Bildung, Kultur und Wirtschaft werden in einem weiteren Treffen im Februar in Paris mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft
fortgeführt und anschließend in die Politik getragen.
Beim BMELV Zukunftsforum „Ländliche Räume vital und lebenswert gestalten“ wurde mit der Begleitveranstaltung „landjugend.beteiligung@schafft-zukunft.de“ ein fachliches und aktives Zeichen für strukturelle Veränderungen und mehr Jugendbeteiligung gesetzt.

Ernst-Engelbrecht-Greve Preis 2013 für KLJB Diözesanverband

Die KLJB hat im Rahmen der IGW noch eine weitere Nachricht, über die sie sich sehr freut. Die Katholische Landjugendbewegung aus der Diözese Regensburg hat den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis am Montag in Berlin erhalten für ihr Projekt „Landgewitter: Frischer Wind für Kirche und Land“. Der vom Bund der Deutschen Landjugend (BDL) und der R+V-Versicherung ausgelobte Preis in Höhe von 10.000 Euro ging an vier Jugendorganisationen aus vier Bundesländern und wurde zum sechsten Mal verliehen. Die Jury urteilte: Das originelle Projekt bündele Engagement und Kräfte junger Menschen und sei ein innovatives, vielschichtiges Konzept fürs Land.

Die Katholische Landjugendbewegung ist seit 38 Jahren mit einem Stand auf der
Internationalen Grünen Woche in Berlin vertreten. Sie nutzt diese Plattform, um ihre Anliegen besonders in die Bundespolitik und in die Gesellschaft einzubringen.

Quelle: Katholische Landjugendbewegung Deutschlands vom 26.01.2013

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