Kinder- und Jugendarbeit

KLJB und MRJC schmieden gemeinsam mit deutschen und französischen Landjugendverbänden Zukunftsvisionen für ländliche Räume

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Bild: KLJB

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin haben die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und die Mouvement Rural de Jeunesse Chrétienne (MRJC) aus Frankreich die Ergebnisse des Deutsch-Französischen Jugendworkshops an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und den französischen Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll übergeben.

Rund 120 französische und deutsche Jugendliche trugen am Montag in Workshops zu den Themenfeldern Jobchancen, Infrastruktur, Bildung, Kultur und Wirtschaft denkbare Visionen, Chancen und Herausforderungen in ländlichen Räumen zusammen. „Ländliche Räume können nur mit guten Arbeitsperspektiven in der Zukunft bestehen. Dazu müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, wie die Unterstützung von innovativen Existenzgründungen und natürlich schnelles Internet. Wohnortnahe Bildung und jugendgerechte Beteiligungsmöglichkeiten lassen ländliche Räume attraktiv werden“, erläutert KLJB-Bundesvorsitzende Karin Silbe einige Ergebnisse des Workshops. „Für uns war es eine sehr produktive, angenehme und fruchtbare Kooperation. Wir hatten interessante Gespräche und wir freuen uns, die deutschen Jugendbewegungen im Februar in Paris wiederzusehen“, so Jérémie Godet, Präsident der MRJC.

Anlass für das Deutsch-Französische Treffen, gemeinsam mit der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen (ejl), dem Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL) und den Jeunes Agriculteurs (JA) war das Jubiläum 50 Jahre Elysée-Vertrag.

Die Unterzeichnung 1963 richtete sich vor allem an die deutsche und die französische Jugend. Im Mittelpunkt stand die Vision einer friedlichen Zukunft in guter Nachbarschaft und enger Zusammenarbeit. Seitdem haben sich Deutschland und Frankreich als Motor der europäischen Idee verstanden. Dahinter stand und steht die Überzeugung, dass das Voneinander lernen die beste Voraussetzung für gemeinsamen Fortschritt ist, auch in der EU-Agrarpolitik. Aus dieser Überzeugung trafen sich die Jugendverbände aus beiden Ländern am Montag in Berlin.

Landwirtschaftsministerin Aigner und Landwirtschaftsminister Le Foll sagten den beiden Jugendverbänden ihre Unterstützung für die Weiterentwicklung der erarbeiteten Thesen zu. Für die Landjugendverbände in beiden Ländern ist es ganz wichtig, ihre Anliegen in die Politik zu bringen.

„Mit der Übergabe der Eiche möchten wir die deutsch-französische Partnerschaft symbolisch verankern. Der starke Eichenbaum ist in beiden Ländern verbreitet und ist wie die Jugend verwurzelt in ländlichen Räumen und soll wie unsere gemeinsame politische Vision gewachsene Realität werden“, so Karin Silbe.

Der zweite Teil des Workshops, bei dem die gemeinsamen Visionen für ländliche Räume in Europa vervollständigt werden sollen, findet am 26. Februar 2013 in Paris im Rahmen des Salon International de l‘ Agriculture (SIA) statt.

Weitere Informationen gibt es bei der KLJB.

Quelle: Katholische Landjugendbewegung Deutschlands vom 25. Januar 2013

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