Kinder- und Jugendarbeit

KLJB fordert nachhaltiges Wirtschaften zugunsten einer lebenswerten Umwelt

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands fordert eine Ressourcen- und energieeffiziente Wirtschaftsweise, Sustainable Developement Goals sowie eine Gerechtigkeit für die Länder des Südens und künftige Generationen von dem am Mittwoch beginnenden UN-Gipfeltreffen Rio +20.

Der Jugendverband hat hohe Ansprüche an das Zusammentreffen 20 Jahre nach der Rio-Erklärung. „Wirtschaftliche Entwicklung muss sozial und ökologisch nachhaltig sein, nicht nur ökonomisch“, so KLJB-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner. „Die Delegierten auf der Rio +20-Konferenz müssen verbindliche Ergebnisse festzurren: Ausbeutung verhindern, Recht auf sauberes Wasser und Nahrung für alle und das Recht für nachfolgende Generationen, unsere Erde lebenswert vorzufinden.“

KLJB: Aufwertung des United Nations Environment Program

Ein wichtiger Schritt könnte die Aufwertung des United Nations Environment Program (UNEP) sein, so die Einschätzung der KLJB. „Eine Wende ist zwingend notwendig. Die Internationale Gemeinschaft muss die Weichen in Richtung einer Wirtschaftsweise stellen, die ohne den unwiederbringlichen Verbrauch natürlicher Ressourcen auskommt“, unterstreicht KLJB-Bundesvorsitzender Klaus Settele die Forderungen. „Daher sind Sustainable Development Goals wichtig. Es ist wichtig sich auf gemeinsame Ziele zu verständigen, die Umsetzung muss jedoch auf die unterschiedlichen Gegebenheiten der Menschen und Regionen angepasst werden“, so KLJB-Vorsitzender Settele. „Oft werden die Meinungen von Entwicklungsländern nur unzulänglich gehört oder nicht berücksichtigt. Dabei sind dort die Menschen häufig am meisten von den Folgen betroffen und können am wenigsten auf Konsequenzen reagieren – Stichwort: Vulnerabilität und Anpassung.“

Green Economy – aber richtig!

Mindestens genau so bedeutend sei eine Bewusstseinsveränderung in der Wirtschaft und  der Bevölkerung. Es müsse sich eine nachhaltige Gesellschaft entwickeln. Jede und jeder müsse lernen, sparsam mit Ressourcen umzugehen, damit die Jugend von heute auch für sich und ihre Kinder und Enkel eine lebenswerte Umwelt erhalten kann. Grenzen müssten erkannt und akzeptiert werden. In vielen Staaten habe das Thema bereits an Bedeutung gewonnen. In Hinblick auf die UN-Klimaverhandlungen hätten große CO2-Emittenten wie China und die USA enttäuscht. „Wir wünschen uns auch für die UN-Klimaverhandlungen klare Signale aus Rio“, so Wolfgang Ehrenlechner. „Green Economy ist nur dann nachhaltig wenn ökologisches Wirtschaften in den Staaten des globalen Südens der lokalen Bevölkerung mehr dienen als internationalen Konzernen.“

Quelle: KLJB, PM vom 20.06.2012