Kinder- und Jugendarbeit

KLJB fasst weitreichenden Beschluss zum interreligiösen Dialog

DRei junge Frauen unterschiedlicher Religionen
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Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) hat auf ihrer Bundesversammlung, die vom 2. bis zum 6. März 2016 in Ilbenstadt stattfand, einen Beschluss zum interreligiösen Dialog gefasst. Damit vertieft der Verband sein Engagement in diesem Bereich und stellt mitunter umfassende Forderungen an Politik und Gesellschaft.

Interkulturelle Begegnung und der interreligiöse Dialog sind seit Jahren ein wichtiger Fokus in der KLJB. Mit der Annahme des Antrags „Aufstehen, aufeinander zugehen!“ beschloss der Jugendverband nun umfassende Maßnahmen zur Stärkung des Dialogs und fordert darin mitunter die Politik auf, den Zugang zu Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) für MigrantInnenjugendselbstorganisationen (MJSOs) stärker zu fördern sowie Fördermittel für Kooperationsprojekte im Bereich der Dialogarbeit zwischen etablierten und neuen Verbänden auszubauen.

Die KLJB möchte sich auch verstärkt als Kooperationspartnerin gegenüber Kommunen oder der Kirche einbringen, wenn vor Ort Initiativen für mehr Dialog entstehen sollen. Außerdem möchte sich der Verband dafür einsetzen, dass vermehrt MJSOs in die Stadt-, Kreis- und Landesjugendringe sowie in den Deutschen Bundesjugendring (DBJR) aufgenommen werden.

"Ich freue mich sehr, dass wir diesen Beschluss auf der Bundesversammlung erreichen konnten", sagt Daniel Steiger, Bundesseelsorger der KLJB. "Damit können wir dieses Thema weiter vorantreiben und in unserem Verband festigen."Der Beschluss bildet gleichzeitig auch den Anknüpfungspunkt für die thematische Weiterarbeit am neuen Projekt „Tacheles! Klare Kante gegen Extremismus“, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gestartet wurde. Er wird darüber hinaus als Dialogpapier erscheinen und dient als Grundlage für Gespräche mit PolitikerInnen und KirchenvertreterInnen sowie innerhalb der KLJB als Leitfaden.

Studienteil zum Thema interreligiöser Dialog

Der interreligiöse Dialog war auch Thema des Studienteils auf der KLJB-Bundesversammlung. Darin konnten die KLJBlerinnen und KLJBler miteinander und mit Gästen anderer Religionen in den Dialog treten und mit ihnen sowie mit den ReferentInnen z. B. über das Friedenspotential von Religionen diskutieren. Dazu standen Julian Miotk, Dozent für interreligiöse Grundfragen und interreligiöses Begegnungslernen an der PH Heidelberg und Dr. Timo Güzelmansur, Leiter von CIBEDO in Frankfurt, Rede und Antwort. Mit spielerischen Methoden wurde das Thema anschließend in Kleingruppen  vertieft. Zum Abschluss gestalteten die TeilnehmerInnen in einer symbolischen Aktion eine gemeinsame Friedenstaube.

Der komplette Beschluss als Download ist unter www.kljb.org/positionspapiere abrufbar.