Kinder- und Jugendarbeit

KLJB: Energiewende muss von allen gemeinsam getragen werden

Windrad
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Nachdem gestern Änderungen der Besonderen Ausgleichsregelung für sogenannte Energieintensive Unternehmen vom Kabinett verabschiedet wurde, wird heute die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Bundestag diskutiert. Für die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) stehen dabei jedoch die Interessen von Industrie und Stromkonzernen, nicht das Weltklima und die Belange der Bevölkerung, im Vordergrund.

Durch die veränderte besondere Ausgleichsregelung wurde die Anzahl der Branchen, die von den Industrierabatten profitieren, beschränkt. Dennoch müssen 5 Mrd. Euro nicht gezahlte EEG-Umlage auf Privathaushalte und kleine Betriebe umgelegt werden. Dabei sollten nur jene Unternehmen von der Besonderen Ausgleichsregelung profitieren, die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen und Energieeinsparungen nachweisen können.

„Gegner der Energiewende nutzen diese unausgewogene Kostenverteilung häufig, um die Energiewende als teuer darzustellen“ kritisiert Wolfgang Ehrenlechner, Bundesvorsitzender der KLJB, „dabei werden fossile Brennstoffe aufgrund ihrer begrenzten Verfügbarkeit künftig immer teurer“. Während die EU im Jahr 2012 circa 360 Mrd. Euro allein für den Import von Öl ausgab, stehen solare Strahlungsenergie sowie Wind- und Wasserkraft kostenlos zur Verfügung. „Somit sind Erneuerbare Energien nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Diese kostengünstigen Arten der Stromerzeugung müssen deshalb weiter gefördert werden“, verlangt Ehrenlechner. Allerdings sind die Ausbauzahlen für Photovoltaikanlagen bereits rückläufig. Dagegen ist die Erschließung von Windkraftanlagen auf See kostenintensiv, wodurch auch der Strom, der dort erzeugt wird, teuer ist. Deshalb muss die Förderung hier deutlich reduziert werden. Zumal Strom dort erzeugt werden sollte, wo er benötigt wird. Dadurch kann der Netzausbau auf ein Minimum reduziert werden.

Ein weiterer Kritikpunkt am Reformvorschlag ist die geplante Förderung mittels Ausschreibungen. Aufgrund des damit verbundenen Aufwands wird es für Bürgerinnen und Bürger unattraktiv, selbst Anlagen zu installieren. Nur die großen Konzerne profitieren von dem veränderten Konzept. „Dabei sind Bürgerinnen und Bürger für die bisherigen Erfolge der Energiewende verantwortlich“, bemerkt Ehrenlechner, „und das soll auch künftig so bleiben“.

Quelle: Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) e.V.