Kinder- und Jugendarbeit / Nachhaltigkeit

KLJB: „Der Klimawandel wartet nicht. Wir müssen jetzt handeln!“

Die KLJB-Delegation hält ein Banner noch oben, im Hintergrund ist eine alte Burg zu sehen
Bild: © KLJB KLJB-Delegation (v.l.n.r.): Stephan Barthelme, Alexander Steinbach, Daniela Ordowski, Volker Lenz, Benjamin Kutz, Julia Wäger

Vom 03. bis 14. Dezember 2018 findet mit der COP 24 die diesjährige Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz statt. Dort kommen hochrangige Vertreter/-innen aus Politik, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam über das Weltklima zu beraten. Erstmalig ist auch die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) offiziell als Beobachterorganisation akkreditiert und nimmt an der Konferenz teil.

Die sechsköpfige Delegation konzentriert sich dabei vor Ort insbesondere auf die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Jugendorganisationen, dem Austausch mit Kooperationspartner/-innen sowie die gemeinsame Teilnahme an den Verhandlungen und Veranstaltungen. „Auf der Klimakonferenz wollen wir insbesondere die Sicht junger Menschen in ländlichen Räumen weltweit einbringen, da die ländliche Bevölkerung in klimatischen Ungunstregionen Temperaturveränderungen mit als erstes zu spüren bekommen wird,“ sagt KLJB-Bundesvorsitzender Stephan Barthelme. „Da Klimawandel insbesondere auch eine Frage der Generationengerechtigkeit ist, müssen Jugendliche und junge Erwachsene einbezogen werden.“

Engagement für den Klimaschutz nicht nur innerhalb nationaler Grenzen

Im Vordergrund der Verhandlungen stehen insbesondere konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, die Klimafinanzierung sowie eine Anpassung der nationalen Klimaschutzpläne. „Deutschland muss ein deutliches Zeichen gegen den Klimawandel setzen und seine frühere Vorreiterrolle zurückgewinnen. Die 2020-Ziele müssen ernstgenommen und ein ambitionierter und gleichzeitig sozial verträglicher Kohleausstieg durch die Kohlekommission beschlossen werden. „Wir müssen jetzt unverzüglich handeln“, unterstreicht KLJB-Bundesvorsitzender Stephan Barthelme. „Dabei darf sich das Engagement für den Klimaschutz nicht nur innerhalb nationaler Grenzen abspielen. Auch die EU hat eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz und muss mutig vorangehen und die eigenen Klimaziele verschärfen.“ Am Ende der Konferenz soll das „Paris-Regelbuch“ verabschiedet werden, das nationale Klimaschutzpläne vergleichbar und transparent machen soll und perspektivisch alle fünf Jahre eine globale Bestandsaufnahme der Emissionsentwicklungen ermöglichen soll.

„Climate March“ am 08. Dezember 2018

Die KLJB-Delegation hat im Laufe der nächsten zwei Wochen die Möglichkeit, an einer Vielzahl von Veranstaltungen teilzunehmen. So findet am 08. Dezember 2018 der „Climate March“, die offizielle Demo zur COP 24 vor Ort statt. Am Sonntag darauf wird die Delegation am zentralen Gottesdienst zur Klimakonferenz in der Kathedrale von Kattowitz teilnehmen. „Das zentrale Thema Klimawandel wird durch vielfältige Angebote und Formate in die Gesellschaft getragen. Hier spielen auch die Kirchen und insbesondere die Vielzahl kirchlicher Organisationen und Verbände eine zentrale Rolle“, beschreibt Bundesvorsitzender Stephan Barthelme die umfangreichen Möglichkeiten im Rahmen der COP. Kattowitz müsse das Pariser Abkommen konkretisieren und die Weltgemeinschaft in einem deutlich ambitionierteren Klimaschutz einen.

Über die KLJB

Die KLJB (Katholische Landjugendbewegung Deutschlands) ist ein Jugendverband mit bundesweit 70.000 Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen Jugendlicher in ländlichen Räumen und engagiert sich für eine aktive und lebendige Kirche. Als engagierte Christinnen und Christen gestalten Jugendliche in der KLJB mit an der Zukunft der Gesellschaft und setzen sich für eine gerechte und zukunftsfähige Welt ein. Im Rahmen der MIJARC (Mouvement International de la Jeunesse Agricole et Rurale Catholique) setzt sich die KLJB auch weltweit für Solidarität und eine nachhaltige ländliche Entwicklung ein.

2018 ist die KLJB erstmalig für die UN-Klimakonferenz akkreditiert und vor Ort mit einer Delegation vertreten. Diese besteht aus Benjamin Kutz (Bundesarbeitskreis Internationale Entwicklung), Alexander Steinbach und Volker Lenz (beide aus dem Bundesarbeitskreis Umwelt) und der MIJARC-Europavorsitzenden und -Weltkoordinatorin Daniela Ordowski. Von Seiten der KLJB-Bundesstelle wird die Delegation durch den Bundesvorsitzenden Stephan Barthelme und die Referentin für Ökologie, Julia Wäger, begleitet. Im Vordergrund stehen eine gute Vernetzung mit anderen Jugendorganisationen, um gemeinsam die Stimme der Jugend in die Klimaverhandlungen einzubringen sowie der Austausch mit zahlreichen weiteren KooperationspartnerInnen. Die Delegation wird aktiv an den offiziellen Verhandlungen und dem breitgefächerten Programm der

Quelle: Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) e.V. vom 03.12.2018