Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

„Kinder brauchen Ferien“ ermöglicht 147 Kindern in Mecklenburg-Vorpommern selbstbestimmte Ferienfreizeit

Drei Jungen toben am Strand.

„Kinder brauchen Ferien“ – mit dem Kinderferienfonds von Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern und Deutschem Kinderhilfswerk (DKHW) fahren auch 2013 über hundert Kinder in die Ferien.

Durch einen Zuschuss des Fonds können Kinder aus finanziell benachteiligten Verhältnissen bei Freizeiten der gemeinnützigen Träger der Jugendarbeit aus Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen. Gefördert wurden Freizeiten von höchstens einer Woche mit einer maximalen Förderung von 100 Euro je Kind. Die Aktion „Kinder brauchen Ferien“ steht unter der Schirmherrschaft von Manuela Schwesig, Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

„Für mehr als 100 Kinder wird in diesem Sommer ein Traum wahr. Sie können in die Ferien fahren und denken so für eine kurze Zeit nicht an ihre oft belastende Situation zu Hause. Gerade für Kinder, die von Armut betroffen sind, ist ein Urlaub besonders wichtig. Hier schöpfen sie neue Kraft und können einfach Kind sein“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Allen Kindern steht es zu, unbeschwert und gleichberechtigt Ferien mit Gleichaltrigen zu verbringen. In den Freizeiten der Jugendverbände und kleineren Träger haben Kinder die Chance, sich als gleichwertig und selbstwirksam zu erleben. Die Benachteiligung von Kindern armer Eltern ist ungerecht und muss aufhören! Wie notwendig unsere Aktion ist, sehen wir auch daran, wie schnell die 12.800 Euro im Fonds für benachteiligte Kinder ausgegeben waren. Durch geänderte Förderbedingungen können wir in diesem Jahr sogar 147 Kinder in die Ferien schicken, 23 Kinder mehr als 2012“, sagt der Projektverantwortliche beim Landesjugendring, Christian Thönelt.

„Besonders dankbar sind wir dem Deutschen Kinderhilfswerk für die so hilfreiche und unkomplizierte Kooperation, nun schon im zweiten Jahr. Zudem freuen wir uns über das große Engagement und die Spendenbereitschaft von Initiativen, Vereinen, Organisationen, Firmen und Privatpersonen, die in diesem Jahr geholfen haben, die Kinder so unbürokratisch zu unterstützen. Das ist hoch anzuerkennen, das tun wir auch!“ so Thönelt weiter.

In Mecklenburg-Vorpommern sind überdurchschnittlich viele Kinder von Armut betroffen. Derzeit lebt jedes vierte Kind im Land in Armut. Diese Kinder bekommen Hilfe in den notwendigsten Lebensbereichen. Für ein gesundes Aufwachsen reicht das Notwendigste nicht aus. Deshalb ruft der Landesjugendring gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk das Land Mecklenburg-Vorpommern und vor allem die Kommunen auf, ihre Aufgaben im Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung, zu dem auch Ferienfahrten zählen, deutlich zu verstärken und allen Kindern gleichberechtigt Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen!