Kinder- und Jugendarbeit

Jugendverbände fordern: Zwei Ferienwochen in allen Bundesländern zeitgleich!

Ein Kalenderblatt
Bild: Pawel Kryj   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Der Landesjugendring Berlin kritisiert die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz. Er ruft die Kultusministerkonferenz auf, die Sommerferienregelung so zu gestalten, dass es verlässliche, sich überschneidende Zeiträume in allen Bundesländern gibt.

Der Landesjugendring Berlin kritisiert die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz, den Zeitraum für die Sommerferien auf 90 Tage auszudehnen. Der Vorsitzende des Landesjugendrings, Marcel Hoyer, erklärt:
„Den Zeitraum der Sommerferien auf ein Zeitfenster von insgesamt 90 Tagen auszudehnen, ist unsinnig. Da es bisher schon kaum parallele Ferienzeiträume in allen Bundesländern gibt, sollten bei einer Neuregelung der Ferien mindestens zwei Ferienwochen in allen Bundesländern zeitgleich liegen. Nur so haben junge Menschen in Jugendverbänden eine Chance, an bundesweiten Aktivitäten, Ferienfreizeiten oder Zeltlagern ihres Verbandes teilzunehmen.“
„Eine Ausdehnung des möglichen Zeitfensters für die sechswöchigen Sommerferien verhindert, dass sich junge Menschen mit Gleichaltrigen aus Deutschland außerhalb der Schule selbstorganisiert engagieren können. Auch die gemeinsame Teilnahme einer gesamtdeutschen Gruppe bei internationalen Jugendtreffen wird unmöglich.“ fasst Hoyer die Kritik aus den Reihen der Jugendverbände zusammen.

Zum Hintergrund

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat bei ihrer Konferenz am 13. März 2014 in Berlin empfohlen, den Zeitrahmen für die Sommerferien in den Bundesländern auf 90 Tage auszudehnen. Die Kultusministerkonferenz (KMK) tagt am 12./13. Juni. Sie wird aufgefordert, für die Sommerferien einen Zeitraum von 90 Tagen so weit wie möglich auszuschöpfen. Die Neuregelung soll von 2018 bis 2024 gelten.

Eine Ausdehnung hatten vor allem die Wirtschaftsminister gefordert. So sollen beispielsweise Staus auf den Straßen vermieden werden. Auch der Tourismusbranche soll der längere Zeitraum entgegengekommen. Die Kultusminister wollen noch 2014 über die Ferienplanung entscheiden. Sie hatten aus pädagogischen Gründen ein kleineres Zeitfenster geplant.
Zur Kritik der Jugendringe und Jugendverbände

Die Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings hat in mehreren Positionen mindestens zwei bundesweite Ferienwochen gefordert:

  • go.dbjr.de/p86

Quelle: Landesjugendring Berlin e.V. vom 11.06.2014

 

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