Kinder- und Jugendarbeit

Jugendliche setzen sich in Hamburg mit „Euthanasie“ auseinander

Gedenkstätte KZ Osthofen
Bild: William Veder   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0 Gedenkstätte KZ Osthofen

Die Hamburgische Bürgerschaft lud Schülerinnen und Schüler zu einer Lesung ins Rathaus Hamburgs ein, um Erinnerungskultur als festen Bestandteil der Aktivitäten hamburgischer Bürgerschaft zu pflegen.

Die Erinnerungskultur an die Opfer des Nationalsozialismus hat ihren festen Platz in den Aktivitäten der Hamburgischen Bürgerschaft. Erstmals gab es aber heute eine Sondervorstellung einer szenischen Lesung von Michael Batz für Schülerinnen und Schüler. Thematisch setzte sich das Dokumentarstück mit der Kinder-„Euthanasie“ auseinander.

Zitate aus Krankenakten verschiedener Hamburger Krankenhäuser sowie Prozessakten aus Nachkriegsverfahren ließen Täter, Angeklagte und Zeugen zu Wort kommen und vermittelten einen ergreifenden Eindruck von menschlichen Schicksalen und ihrer gefühllosen, bürokratischen Abwicklung: von den Formblättern zur Meldung der Säuglinge und Kinder mit schweren Leiden bis hin zur Verabreichung der tödlichen Injektionen.

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit: „Mich freut es sehr, dass die gelungene Aufführung der Szenischen Lesung von so vielen Schülerinnen und Schülern besucht wurde. Damit leistet unser Landesparlament einen wichtigen Beitrag, dass auch die jüngeren unter uns sich mit NS-Diktatur und -Verbrechen auseinandersetzen – und so die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus erhalten bleibt.“

Quelle: Hamburgische Bürgerschaft vom 18.01.2014

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