Kinder- und Jugendarbeit / Europa

Jugendkonferenz im Düsseldorfer Landtag: Demokratie ist, was wir draus machen

Gruppe von Menschen hält Schilder mit Botschaften zu Europa in die Kamera
Bild: Foto: IBB e.V. / Rolf van Raden Die TeilnehmerInnen der Jugendkonferenz "Pimp my Europe" am 13.02.2017 im Landtag Nordrhein-Westfalen.

Von Politikverdrossenheit keine Spur: Am Montag, den 13. Februar, haben sich aktive Jugendliche mit Politiker/-innen aller Landtagsfraktionen im Düsseldorfer Landtag getroffen. Das Ziel der Jugendkonferenz im Rahmen des Projekts "Pimp my Europe": Junge Menschen, die sich vor Ort in Jugendeinrichtungen engagieren, entwickeln zusammen mit Verantwortlichen aus der Politik Perspektiven für ein Europa, wie sie es sich wünschen.

Drei Tage lang haben sich die Jugendlichen mit Demokratie-Planspielen, Workshops und sogar einem Rhetorik-Kurs auf das Zusammentreffen mit den Politi-kerInnen vorbereitet. Klar: Wer mit Polit-Profis auf Augenhöhe diskutieren will, nimmt das nicht auf die leichte Schulter.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke begrüßte die Jugendlichen im Landtag. Sie habe gerne die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen. "Es gibt schließlich nichts Wichtigeres, als dass sich junge Menschen mit der Frage befassen, wie wertvoll und damit auch schützenswert die Errungenschaften der Europäischen Union für ihr eigenes Leben und für nachfolgende Generationen sind." Die Landtagspräsidentin ermunterte die Jugendlichen, sich auch weiter für die europäische Idee stark zu machen. "Auf junge Leute wie Sie kommt es an."

"Am Anfang waren wir alle ein bisschen nervös", sagt Jess Opitz, die mit der Kölner Gruppe des Jugendnetzwerks ROOTS & ROUTES an der Konferenz teilnimmt. "Aber das ist schnell verflogen, als ich gemerkt habe, wie aufgeschlossen die Politiker mit uns reden. Mir geht es vor allem um Umweltthemen – also darum, wie wir auch unseren Kindern noch eine Welt hinterlassen können, die lebenswert ist. "

"Pimp my Europe" ist ein Projekt des in Dortmund ansässigen Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB e.V.). Europa wieder aufmotzen und auf Vordermann bringen – so ungefähr lässt sich der Projektname übersetzen. "Uns ist schon klar, dass das angesichts von Europa-Skepsis, Brexit und erstarkendem Rechtspopulismus ein ambitioniertes Ziel ist", sagt der Vorstandsvorsitzende des IBB e.V. Matthias C. Tümpel. "Aber ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Projekt einen Beitrag dazu leisten können, Jugendliche für Partizipation zu begeistern."

Quelle: Internationales Bildungs- und Begegnungswerk (IBB e.V.) vom 13.02.2016

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