Ahrtal

Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Flutkatastrophe wiedereröffnet

An einer Wand im Restaurant der Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweile hängen gerahmte Fotos und Zeitungsartikel zur Flutkatastrophe im Juli 2021.
Bild: Die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland

In der Nacht der Flutkatastrophe im Ahrtal wurde die Jugendherberge in Bad Neuenahr-Ahrweiler schwer beschädigt. Es ist ein Schaden von über drei Millionen Euro entstanden. Vier Monate nach der Flut kann die Jugendherberge wieder in Betrieb genommen werden.

Viele Menschen haben durch die Starkregenflut im vergangenen Juli Angehörige, Hab und Gut verloren. In Mitleidenschaft wurde auch die Jugendherberge in Bad Neuenahr-Ahrweiler gezogen. Bilder auf der Website der Jugendherberge zeugen davon. Nun kann die Jugendherberge wieder genutzt werden. Der Dank gilt vielen Spender(inne)n und Helfer(inne)n, aber auch der guten Zusammenarbeit im Netzwerk der Jugendherbergen. Andere Modernisierungsprojekte bei Jugendherbergen wurden kurzzeitig zurückgestellt, damit die beauftragten Firmen im Ahrtal helfen können.

„Unser wichtigstes Ziel war es, die Jugendherberge in Bad Neuenahr-Ahrweiler schnellstmöglich wieder in Betrieb nehmen zu können. Die schnelle Wiederherstellung der Jugendherberge soll auch ein Zeichen der Hoffnung sein, dass es gelingen kann, das Ahrtal wieder aufzubauen. [...] Unmittelbar nach der Flutnacht am 14. Juli 2021 wurde mit der Wiederherstellung begonnen. Die schnelle Reaktion auf dieses unfassbar schlimme Geschehen, die unglaubliche Hilfsbereitschaft und die Solidarität vieler Helfer und Spender sowie der Einsatz der Handwerksbetriebe haben es ermöglicht, die Jugendherberge nach nur vier Monaten wieder in Betrieb zu nehmen.“, so Jacob Geditz, Vorstandsvorsitzender der Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Bereits 15.000 Übernachtungen für 2022 gebucht

Auch wenn noch nicht alles perfekt ist, kann die Ahrtal-Jugendherberge nun wieder Kinder, Jugendliche und Familien begrüßen. Darüber freuen sich Betriebsleiter Oliver Piel und sein Team. Die Jugendherberge, die erst im April 2020 nach umfangreicher Modernisierung in Betrieb genommen wurde, steht jetzt wieder in neuem Glanz. Das Haus hat 183 Betten.

Hoffnungsvoll in die Zukunft blicken zu können ist, was das Team der Jugendherberge allen Betroffenen in der Vorweihnachtszeit wünscht. Denn auch wenn diese Jugendherberge wieder hergerichtet ist, brauchen die Menschen in den Flutgebieten beim Wiederaufbau kommunaler und sozialer Infrastrukturen sowie zahlloser Wohngebäude weiterhin fortgesetzte Unterstützung durch den nahenden Winter hindurch. Die Jugendherberge in Gemünd-Vogelsang bleibt bis zum kommenden Sommer, die Jugendherberge in Altenahr auf absehbare Zeit geschlossen. Das Jugendherbergswerk nimmt nach wie vor Spenden an: 

https://www.jugendherberge.de/hochwasser/

Quelle: Deutsches Jugendherbergswerk – Hauptverband für Jugendwandern und Jugendherbergen e. V. vom 19.11.2021