Kinder- und Jugendarbeit / Europa

Jugendgewalt: Schweizer Leitfaden für die Prävention

zerbrochene Brille
Bild: © Gina Sanders - Fotolia.com

Der jetzt veröffentlichte Leitfaden des Schweizer Programms Jugend und Gewalt zeigt bewährte Präventionsansätze auf. Er richtet sich an Präventionsfachleute aus der Praxis und gibt eine Übersicht über 26 konkrete Good-Practice-Kriterien für die Bereiche Familie, Schule und Sozialraum.

Jugendgewalt kann die unterschiedlichsten Formen haben: Schlägereien vor Nachtlokalen, Messerstechereien, Mobbing oder sexuelle Belästigung. Es gibt keine Patentlösung, um dieses vielschichtige Problem in den Griff zu bekommen. In der Familie, in der Schule oder im Sozialraum verstärkt präventiv tätig zu sein, kann die Situation jedoch klar verbessern.

Nicht immer sind die teuersten und öffentlichkeitswirksamsten Massnahmen die besten. Im Alltag verankerte, einfache Massnahmen zeigen oft gute Wirkung: an zwischenmenschlichen Beziehungen arbeiten, gemeinsame Werte pflegen, betroffene Personen einbeziehen und den Alkoholkonsum einschränken. Diese und weitere praxisorientierte Massnahmen enthält der Leitfaden "Good-Practice-Kriterien. Prävention von Jugendgewalt in Familie, Schule und Sozialraum" von Carlo Fabian und Nadine Kaeser der Fachhochschule für Soziale Arbeit Nordwestschweiz.

Leitfaden "Good-Practice-Kriterien - Prävention von Jugendgewalt in Familie, Schule und Sozialraum" (PDF 1,3MB)

Präventionsprogramm Jugend und Gewalt

Das gesamtschweizerische Präventionsprogramm Jugend und Gewalt wurde vom Bundesrat der Schweiz im Juni 2010 für die Jahre 2011-2015 beschlossen. Das Programm beruht auf einer tripartiten Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen sowie Städten und Gemeinden. Mit dem Programm soll die Grundlage für eine wirksame Gewaltprävention in der Schweiz geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen vier Aktionsschwerpunkte: der Aufbau einer Wissensbasis der Gewaltprävention, das praxisnahe und breite Vermitteln von gesichertem Wissen, die Förderung der Vernetzung der Akteure und die Verbesserung der Zusammenarbeit in den Bereichen Prävention, Intervention und Repression.

Weitere Informationen unter www.jugendundgewalt.ch

Quelle: Schweizerische Eidgenossenschaft vom 01.07.2014