Kinder- und Jugendarbeit

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg verliehen

Baden-Württembergs Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL hat heute zum zweiten Mal den Jugendbildungspreis Baden-Württemberg verliehen. „Zusammen mit der Jugendstiftung wollen wir mit dem Preis das Engagement vieler Jugendlicher, Ehren- und Hauptamtlicher in der außerschulischen Jugendbildung würdigen und wertschätzen".

"Denn die Rolle der außerschulischen Jugendbildung wird durch die sich immer schneller wandelnde und zugleich stärker vernetzte Gesellschaft immer wichtiger. Die 120 eingereichten Projekte sind ein Beleg für das hohe Engagement von Jugendlichen im Bereich der außerschulischen Jugendbildung“, erklärte Wacker bei der Preisverleihung in der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Von den elf Jugendprojekten, die Anfang des Jahres für den Preis nominiert wurden, wurden fünf innovative Projekte ausgezeichnet.

Den ersten, mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielten die Schülerinnen und Schüler der Wentzinger Realschule Freiburg für das Projekt „Move it! - Jugendgipfel“. Sie organisierten den zweiten Freiburger Jugendgipfel als Aktions- und Bildungstag mit dem Schwerpunktthema „Vielfalt der Kulturen“ für mehr als 600 Jugendliche. Unter dem Motto „Die Welt. Daheim. In Freiburg.“ war das Ziel der Veranstaltung, die positiven Aspekte kultureller Vielfalt im Alltag von Jugendlichen in den Blick zu nehmen, politisch zu thematisieren und kulturelle Begegnungen zu ermöglichen.

An Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Kehl ging der zweite, ebenfalls mit 1.000 Euro dotierte Preis. Im kriminalpädagogischen Projekt „Rückenwind“ helfen jugendliche Konfliktmanager straffällig gewordenen Jugendlichen. Die derzeit 40 Ehrenamtlichen, die sich jeweils zu dritt mit einem straffällig in Erscheinung getretenem Kind oder Jugendlichen auseinandersetzen, suchen gemeinsam z.B. nach einer kreativen Form der Wiedergutmachung.

Mit dem Projekt „Jugend informiert“ konnten Jugendliche aus Tübingen den dritten Platz erzielen. Sie klären Jugendliche über das Tabuthema Suizid im Jugendalter auf und machen auf Möglichkeiten der Hilfe aufmerksam. Die Preisträger erhalten eine Projektförderung in Höhe von 1.000 Euro.

Der Sonderpreis „Fair und Couragiert“ ging an die Schülerinitiative „Mannheimer Schüler gegen Rechts“ (MSgR). Sie setzen sich mit präventiver Aufklärungsarbeit gegen rechtsradikale, fremdenfeindliche und rassistische Strömungen in- und außerhalb der Schule ein. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung eines Präventionsprogramms für die Klassenstufen sechs bis acht. Der Sonderpreis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Aufgrund der Vielfalt und Qualität der eingereichten Projekte wurde in diesem Jahr zusätzlich ein Preis der Jury in Höhe von 1.000 Euro vergeben. Jugendliche aus Stuttgart konnten die Jury mit dem Projekt „Menschen mit Rechten?!“ überzeugen, in dem sie ein Zeitzeugeninterview mit einem Obdachlosen durchführten.

Die vierköpfige Jury bestand aus der Journalistin Elisabeth Johanna Henkel-Waidhofer, Paul Stritt vom Landesschülerbeirat, Miriam Kumpf von der Jugendpresse Baden-Württemberg und Dr. Carsten Rabe vom Kultusministerium. Der Preis war von der Jugendstiftung Baden-Württemberg im Auftrag des Kultusministeriums ausgeschrieben worden.

Weitere Informationen und Bewerbungsmodalitäten für den Jugendbildungspreis 2011 finden sich unter: http://www.jugendbildungspreis.de/

Herausgeber: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Info-Pool