Kinder- und Jugendarbeit / Nachhaltigkeit

Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsstrategie konstituiert sich in Baden-Württemberg

Kind mit Globus
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„Nachhaltigkeit ist gerade für die junge Generation ein ganz besonders wichtiges Thema. Denn die Zukunft unserer Kinder hängt entscheidend davon ab, wie verantwortungsbewusst und nachhaltig wir bereits heute handeln“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller am Dienstag in Stuttgart anlässlich der konstituierenden Sitzung des Jugendbeirats der Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Jugend sei neben der Wirtschaft und den Kommunen daher die Zielgruppe, auf die die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes ein ganz besonderes Augenmerk lege.

„Als Vertreter der Jugendlichen und junge Erwachsenen in Baden-Württemberg sollen die zwölf Beiräte ihre Ideen und Vorstellungen zur nachhaltigen Entwicklung einbringen und die Landesregierung beraten“, sagte Minister Untersteller weiter. Zudem erhoffe er sich, dass sie ihre Kenntnisse weiter geben und durch konkrete Projekte vor Ort auch andere junge Menschen dafür begeistern könnten, sich im Alltag nachhaltig zu verhalten.

Ergänzende Informationen

Um die Einrichtung eines Jugendbeirats der Nachhaltigkeitsstrategie bekannt zu machen und allen jungen Menschen in Baden-Württemberg die Möglichkeit zu geben sich dort einzubringen, wurde zwischen August und Oktober 2012 die Teilnahme im Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsstrategie ausgeschrieben. Dies geschah über das Internet sowie über Mailingaktionen und Flyer. Eine Jury, in der unter anderem auch Jugendorganisationen und Organisationen mit Bildungs-und Nachhaltigkeitsbezug vertreten waren, hat Anfang November aus über 90 Bewerbungen die zwölf Mitglieder des Jugendbeirats ausgewählt. Neben persönlicher Eignung und Motivation der Kandidaten wurde bei der Auswahl auch auf eine heterogene Zusammensetzung geachtet. Die Themen, mit denen sich der Jugendbeirat beschäftigen wird, sind einerseits die Schwerpunktthemen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie.

So soll der Jugendbeirat beispielsweise Vorschläge dazu entwickeln, wie junge Menschen aktiv an vorgesehenen Bürgerbeteiligungsprozessen am integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept interessiert werden können. Der Jugendbeirat soll auch mit anderen Elementen der Nachhaltigkeitsstrategie (zum Beispiel der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit WIN) in Austausch treten. Darüber hinaus soll der Jugendbeirat eigene Veranstaltungen und Projekte durchführen, wobei sich besonders Themen aus dem Alltag junger Menschen anbieten (zum Beispiel das Thema „nachhaltiger Konsum“). Eine Vertreterin/ein Vertreter des Jugendbeirats wird die Interessen der jungen Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger im Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung vertreten. Vorgesehen ist, dass der gesamte Jugendbeirat künftig drei bis vier Mal pro Jahr zusammenkommt.

Zur Durchführung der Projekte wird es darüber hinaus individuelle Treffen verschiedener Arbeitsgruppen geben. Welche Themen und Projekte im kommenden Jahr angestoßen werden, wird der Jugendbeirat selbst entscheiden. Die gleichmäßige Besetzung mit weiblichen und männlichen Kandidaten konnte ebenso erreicht werden wie eine Herkunft der Beiratsmitglieder aus unterschiedlichen Teilen des Landes sowie aus dem ländlichen als auch aus dem städtischen Raum. Auch unterschiedliche Altersgruppen und Lebensabschnitte wurden berücksichtigt. Unter den ausgewählten Jugendbeiräten sind fünf Studenten, vier Schüler, zwei Auszubildende und eine Absolventin eines Freiwilligen Sozialen Jahres.

Mehr Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg unter: www.nachhaltigkeitsstrategie.de

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vom 12.12.2012

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