Kinder- und Jugendarbeit / Qualifizierung

Jugendarbeit in den Moscheegemeinden und Extremismusprävention - Weiterbildung für Imame

Muslima
Bild: Alexis / pixabay.com

Im Dezember startet am Institut für Islamische Theologie erneut das einjährige bundesweite Weiterbildungsprogramm "Jugendarbeit in den Moscheegemeinden und Extremismusprävention". Das Angebot richtet sich an Imame und das seelsorgerische Personal in Moscheegemeinden.

Eine Anmeldung für das Programm ist ab sofort möglich: www.islamische-theologie.uni-osnabrueck.de

Die einjährige Fortbildung startet im Dezember und vermittelt Informationen über Geschichte, Politik, Recht und Gesellschaft der Bundesrepublik. In einem weiteren Modul werden pädagogische Kenntnisse für die Jugend- und Gemeindearbeit und den interreligiösen Dialog vermittelt. Ein Schwerpunkt ist die Prävention von religiösem Extremismus in der Jugendarbeit.

Dabei gehe es primär um diejenigen Kompetenzen, die für ein gedeihliches Miteinander in einer religiös-pluralistischen Gesellschaft wichtig sind. "Besonders die junge Generation prägt im Wesentlichen das Bild des Islam in Deutschland als Bürger dieses Landes", so Prof. Dr. Bülent Ucar, Direktor des Instituts für Islamische Theologie. "Ihre Teilhabe in allen wichtigen Aspekten des Lebens ist im Hinblick auf die Integration des Islam und der Muslime, aber auch im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt von zukunftsweisender Bedeutung", so der Osnabrücker Religionswissenschaftler.

Neu im Programm ist der Schwerpunkt "Kulturelle Bildung", der in das bestehende Lehrprogramm integriert wird. Dafür wurde eine Kooperation mit dem Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum – Staatliche Museen zu Berlin eingegangen. "Wir freuen uns darauf, die europaweit einzigartige Sammlung des Museums mit seinen herausragenden Zeugnissen islamischer Kunst und Kultur noch viel mehr Muslimen in Deutschland zugänglich zu machen", so Prof. Dr. Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst. Die Kunstwerke sollen für die praktische Arbeit in den Moscheegemeinden erschlossen werden.

Das Weiterbildungsprogramm wird finanziell durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.

Quelle: Universität Osnabrück vom 28.10.2015

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