Kinder- und Jugendarbeit / Demokratie

Jugend erinnert: Auseinandersetzung mit der Geschichte ist nie abgeschlossen

Gedenkstätte KZ Osthofen
Bild: William Veder   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0 Gedenkstätte KZ Osthofen

Die Initiative kulturelle Integration, in der 28 Verbände und Organisationen, Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände zusammenarbeiten, begrüßt die für den 14. November 2019 geplante Debatte im Plenum des Deutschen Bundestages zu dem Programm „Jugend erinnert“.

Mit dem Bundesprogramm „Jugend erinnert“ sollen insbesondere Gedenkstätten und Initiativen gestärkt werden, die an die NS-Diktatur erinnern. Sie sollen in die Lage versetzt werden, zeitgemäße pädagogische Konzepte zu entwickeln und insbesondere digitale Vermittlungsformate stärker einzusetzen. Besonders wichtig an dem Programm ist die Stärkung der Zusammenarbeit mit anderen Akteuren. Das Programm ist mehrjährig angelegt und soll nachhaltig wirken.

Gleichfalls gefördert werden Gedenkorte und Initiativen, die sich mit dem Unrecht in der DDR auseinandersetzen.

Erinnerungen wach halten und weitergeben

Besonders begrüßenswert ist, dass mit dem Programm Bezüge zu aktuellen Minderheitenrechten sowie zum Phänomen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit hergestellt werden sollen. Dieser Akzent macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte nicht abgeschlossen ist.

Die Initiative kulturelle Integration hat sich in ihrer These 13 „Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist nie abgeschlossen“ speziell der Erinnerungskultur gewidmet.

Pädagogische Konzepte werden aktualisiert

Der Sprecher der Initiative kulturelle Integration und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Es ist erfreulich, dass Gedenkorte und Gedenkstätten mit dem Programm „Jugend erinnert“ ertüchtigt und die pädagogischen Konzepte aktualisiert werden sollen. Besonders wichtig ist eine stärkere Zusammenarbeit der Gedenkstätten mit zivilgesellschaftlichen Akteuren. In Deutschland hat sich eine Erinnerungskultur ausgebildet, die Teil der aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte ist. Aber um dauerhaft erfolgreich arbeiten und die kommenden Generationen erreichen zu können, muss die pädagogische Arbeit neue Ansätze und Methoden ausbilden, hierbei soll das Programm „Jugend erinnert“ unterstützen. Das begrüßen wir sehr!“

Zum Hintergrund

Quelle: Deutscher Kulturrat  vom 12.11.2019

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