Kinder- und Jugendarbeit / Junge Flüchtlinge

„JETZT erst recht!“ – Religiöse Jugendverbände starten Projekt für ein friedliches Miteinander

DRei junge Frauen unterschiedlicher Religionen
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Das Kooperationsprojekt „JETZT erst recht! Religiöse Jugendverbände gestalten Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft“ zielt auf eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen evangelischen, koptischen, orthodoxen und muslimischen Jugendverbänden ab. Gemeinsamer Anknüpfungspunkt ist die Arbeit mit jungen Geflüchteten und die Qualifizierung der verbandlichen Fachkräfte und Ehrenamtlichen.

Im Dezember 2017 hat die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) ein innovatives Kooperationsprojekt mit verschiedenen religiösen Jugendverbänden gestartet: „JETZT erst recht! Religiöse Jugendverbände gestalten Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft“.

Vernetzung intensivieren – Vorbehalte abbauen

Auf Basis langjähriger Kooperationen strebt die Evangelische Jugend im Rahmen des Projektes die vertiefte Zusammenarbeit zwischen evangelischen, koptischen, orthodoxen und muslimischen Jugendverbänden an. Hierdurch werden auf der lokal-regionalen Ebene neue Beziehungen aufgebaut, Vorbehalte bearbeitet und die Vernetzung innerhalb der Jugend(verbands)arbeit intensiviert. Gemeinsamer Anknüpfungspunkt ist die Arbeit mit jungen Geflüchteten und die Qualifizierung der verbandlichen Multiplikator(inn)en. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, wachsender Muslim- und Islamfeindlichkeit in der Gesellschaft entgegenzuwirken.

Gegenseitige Haltung von Akzeptanz und Respekt

„In der heutigen pluralistischen Gesellschaft bedarf es unbedingt der Etablierung einer gegenseitigen Haltung von Akzeptanz und Respekt.“ erklärt aej-Generalsekretär Mike Corsa und schildert weiter: „Mit dem Projekt „JETZT erst recht!“ wollen wir das friedliche Mit- und Nebeneinander unterschiedlicher Religionen fördern. Junge Geflüchtete sollen so früh wie möglich die Erfahrung von positiver Konfliktbearbeitung machen und im Kontext der Jugendarbeit mit den demokratischen Werten der Jugend(verbands)arbeit vertraut werden.“

Qualifizierung von Fachkräften und Ehrenamtlichen

An zehn Standorten bundesweit werden lokal-regionale Vernetzungen der religiösen Jugendverbände geschaffen und die Angebote für junge Geflüchtete vernetzt. In einem begleitenden anderthalbjährigen Qualifizierungsprogramm werden die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Fachkräfte für diese Arbeit geschult.

Auswertung der Handlungsstrategien

Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Handlungsstrategien werden ausgewertet, dokumentiert und anderen Akteur(inn)en der Jugendverbandsarbeit zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden sie in relevante fachpolitische Netzwerke eingespielt. Eine Abschlusstagung für die allgemeine Fachöffentlichkeit, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und andere religiöse und politische Vertreter/-innen rundet das Projekt ab.

Gefördert wird das dreijährige Projekt von der Evangelischen Kirche in Deutschland und im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. vom 12.02.2018

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