Kinder- und Jugendarbeit / Europa

Internationales Treffen in Hattingen: 36 Jugendeinrichtungen aus 14 Ländern bereiten sich auf Workcamps vor

Bild: IBB Dortmund Internationales Treffen der 36 Jugendeinrichtungen in Hattingen

Noch bis Sonntag treffen sich in Hattingen Vertreterinnen und Vertreter von 36 Jugendeinrichtungen aus 14 Ländern. Gemeinsam bereiten sie sich auf ein europaweites Projekt vor: Für die Sommerferien organisieren sie zwölf internationale Jugendbegegnungen, die über den Kontinent verteilt stattfinden.

Bei den Workcamps setzen dann Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen zusammen mit weiteren jungen Menschen aus zwei anderen europäischen Ländern ein konkretes Vorhaben um.

Die rund 240 Jugendlichen, die sich in diesem Jahr an dem ewoca³-Programm beteiligen, haben sich einiges vorgenommen: Sie wollen Jugendzentren in Litauen, der Türkei und Deutschland renovieren und Begegnungsorte in Frankreich und Italien schaffen. In Rumänien werden sie einen Naturerlebnispfad errichten, auf Zypern soll ein Friedensdenkmal entstehen und in Belarus eine traditionelle Sauna. Damit die Teilnehmenden fachlich und pädagogisch bestens betreut sind, bereiten sich die Workcamp-LeiterInnen an diesem Wochenende gemeinsam auf die besonderen Herausforderungen der internationalen Jugendarbeit vor.

„In den Camps werden Jugendliche aus jeweils drei Ländern zusammen leben und arbeiten. Meistens sprechen sie noch nicht einmal eine gemeinsame Sprache“, sagt Katharina Teiting, Projektreferentin beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) in Dortmund, welches das ewoca³-Programm ins Leben gerufen hat. „Nach einer Eingewöhnungszeit funktioniert die Kommunikation mit Händen und Füßen aber besser, als man so glaubt. Trotzdem schulen wir die zum Teil ehrenamtlich arbeitenden Leiterinnen und Leiter der lokalen Projektpartner und bereiten sie auf mögliche Konfliktsituationen vor. Außerdem wollen wir durch solche Treffen erreichen, dass ein internationales Netzwerk von Fachkräften in der Jugendarbeit entsteht.“

Neben inhaltlichem Input geht es dabei vor allem auch um praktische Erfahrungen. So haben die im Durchschnitt etwa 26 Jahre alten Teamerinnen und Teamer die Möglichkeit, bestimmte Camp-Situationen schon einmal im Rollenspiel durchzuspielen. Methodisch geht es um Konfliktlösungsstrategien und um interkulturelles Lernen. Ziel des ewoca³-Projekts ist damit auch eine Professionalisierung der internationalen Jugendarbeit.

Weitere Informationen

ewoca³ ist ein Förderprogramm für Jugendeinrichtungen des Internationalen Bildungsund Begegnungswerks e.V. in Dortmund (IBB Dortmund), gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stiftung Mercator. Es fördert 36 internationale Jugendbegegnungen in den Jahren 2012 bis 2014. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat die Schirmherrschaft übernommen. ewoca³ beinhaltet ein umfangreiches Begleitprogramm, das Fachkräfte der Jugendarbeit auf internationaler Ebene fortbildet und vernetzt. Weitere Informationen: www.ewoca.de

Über das IBB Dortmund: Grenzen überwinden – dieser Leitgedanke ist für das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. (IBB Dortmund) Vision und Lösungsmodell, Ziel und Mittel seiner Arbeit. Weiterbildung und internationale Begegnungen sind seit 1986 die bewährten Markenzeichen des IBB in Dortmund. Das IBB ist zertifizierter Träger der Erwachsenenbildung und der politischen Bildung sowie anerkannter Träger der Jugendhilfe. 2011 erhielt das IBB den einheitspreis 2011 – Bürgerpreis der Deutschen Einheit von der Bundeszentrale für politische Bildung. Weitere Informationen: www.ibb-d.de

Quelle: Stiftung Mercator vom 13.05.2013

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