sexueller Kindesmissbrauch

Internationaler Jugendaustausch und Prävention gehören zusammen

Zwei Wegweiser zeigen in entgegengesetzte Richtungen mit den Wörtern "Mut" und "Angst".
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Die Arbeitsgruppe Health & Safety im Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch gGmbH (AJA) beschließt weitere Evaluierungsprozesse für die eigene Arbeit, um die Sicherheit und den Schutz für alle Teilnehmenden von Austauschprogrammen weiter zu entwickeln.

Am 14. Juni 2021 fand ein erneutes Treffen der Arbeitsgruppe Health & Safety (AG H&S) im AJA statt. Seit mehr als 15 Jahren besteht die Arbeitsgruppe im AJA, die sich mit Themen rund um die Sicherheit und den Schutz aller Teilnehmenden im langfristigen Jugendaustausch befasst und zweimal im Jahr tagt. Stetiger Austausch untereinander, Weiterentwicklung von Präventionskonzepten und die Sensibilisierung der Programmteilnehmenden für den Umgang mit Grenzverletzungen stehen dabei an erster Stelle für die Expertinnen und Experten der AJA-Organisationen.

AG Mitglied beim Unabhängigen Beauftragen der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

Seit 2014 ist die AG H&S darüber hinaus auch Mitglied beim Unabhängigen Beauftragen der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), mit dem Ziel ihre Expertise rund um das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt in die Arbeitsgruppe des UBSKM einfließen zu lassen.

Umfassende Evaluierungsbögen entwickelt

Neben vielen kleinen wichtigen Schritten, die eine umfassende Präventionsarbeit kennzeichnen, hat die Arbeitsgruppe bereits umfassende Evaluierungsbögen entwickelt, um gezielt die eigene Arbeit zu verbessern und damit auch die Teilnehmenden weiter für das wichtige Thema zu sensibilisieren. Auf der diesjährigen Sommersitzung bekräftigten die Mitglieder noch einmal, den Evaluierungsprozess der eigenen Arbeit zu verstetigen und zum bestmöglichen Schutz der Programmteilnehmenden weiter voranzubringen. Der Evaluierungsprozess ist AJA-übergreifend angelegt und ermöglicht somit eine organisationsübergreifende Untersuchung der eigenen Arbeit zum Umgang von Prävention. Diese Untersuchung ist im langfristigen Schüleraustausch eine Ausnahme. Darüber hinaus sind auch die Expertinnen und Experten der Arbeitsgruppe regelmäßig als Referentinnen und Referenten bei Lehrerfortbildungsinstituten gefragt.

„Ich freue mich sehr, dass zwei unserer Expert/-innen auf einem Workshop des Landesfortbildungsinstitutes von Thüringen Ende Juni 2021 ihre Expertise zur Prävention von sexualisierter Gewalt und Schutzkonzepten mit Lehrkräften teilen“ sagt Frau Dr. Uta Wildfeuer vom AJA.

Austauschorganisationen müssen eigene Verantwortung wahrnehmen

Der internationale Jugendaustausch lebt durch vertrauensvolle Beziehungen von Menschen untereinander sowie durch gegenseitige Wertschätzung und Respekt. Ein Kernelement der Qualität von Jugendaustauschprogrammen ist daher die Sicherheit und der Schutz aller Programmteilnehmenden. Dieser Qualitätsanspruch besteht für alle Austauschformate gleichermaßen und für die Austauschorganisationen ist es Pflicht, diese Verantwortung wahrzunehmen. Die Organisationen müssen für die bestmögliche Sicherheit und den bestmöglichen Schutz sorgen. Dies schließt insbesondere ein, alle Programmteilnehmenden vor körperlichem und seelischem Schaden zu bewahren.

Quelle: AJA – Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch gGmbH vom 15. Juni 2021

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