Kinder- und Jugendarbeit / Ganztagsbildung

Internationalen Austausch im Bildungssystem verankern – Regionalkonferenz tagt in Hamburg

Bild: © Austausch macht Schule / Eibe Krebs Hamburgs Schulsenator Ties Rabe bei der Konferenz "Austausch macht Schule"

„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“ Mit diesem Zitat von Oscar Wilde eröffnete Bildungssenator Ties Rabe am 3. November 2017 die Regionalkonferenz „Austausch macht Schule – Hamburg“. Mehr als 150 Vertreter/-innen aus Schule und Jugendarbeit gingen der Frage nach, wie allen Schülerinnen und Schülern der Hansestadt ermöglicht werden kann, an einem internationalen Austauschprojekt teilzunehmen.

„Hamburg soll für Kinder und Jugendliche das Tor zur Welt sein“, findet Rabe, und zwar „unabhängig von ihrer Herkunft und ihren finanziellen Mittel.“ Alle sollten die Möglichkeit haben, diese große Chance für sich zu nutzen, wertvolle Auslandserfahrungen zu sammeln und den Umgang mit Vielfalt zu lernen.

Austauschmaßnahmen in Schulalltag integrieren 

Darum geht es auch bei „Austausch macht Schule“. Die Initiative setzt sich dafür ein, den internationalen Schüler- und Jugendaustausch als außerschulischen Lernort im Bildungssystem nachhaltig zu verankern. Ziel ist es, Schulen zu ermutigen, internationale Austauschmaßnahmen in den Schulalltag zu integrieren, um die Weltoffenheit der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Die Zusammenarbeit von Schule und Trägern der Internationalen Jugendarbeit unterstützt dabei die Qualität der Maßnahmen.

Schüleraustausch für alle Bildungsbereich relevant

Schulleitungen und Lehrkräfte von Hamburger Schulen zeigten an Beispielen, wie Austausch in Schulen bereits erfolgreich umgesetzt wird. Hierbei wurde deutlich, dass der Schüleraustausch längst nicht mehr nur zum Fremdsprachenerwerb genutzt wird, sondern für alle Bildungsbereiche relevant ist. In Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden Voraussetzungen für internationalen Austausch: z. B. durch eine verbesserte Integration von Austauschprojekten in den Lehrplan, die Einwerbung von Drittmitteln, die Verankerung von Schüleraustausch in der Lehrerfortbildung oder durch die Kooperation von Schulen mit Trägern der Internationalen Jugendarbeit.

Vernetzung und Beratung 

Austauschorganisationen, Fachstellen und Förderer des Internationalen Jugendaustauschs präsentierten sich auf einem Markt der Möglichkeiten. Interessierte konnten sich bei den einzelnen Trägern der Initiative beraten lassen und Informationsmaterial erhalten.

Die Veranstaltung in Hamburg war die zweite Regionalkonferenz der Initiative, die von der Stiftung Mercator, der Robert Bosch Stiftung und den Trägern der Initiative, gefördert wird. Die Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg ist Partner der Initiative.

Weitere Informationen und Termine: www.austausch-macht-schule.org  

Quelle: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Meike Zens

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