Kinder- und Jugendarbeit / Inklusion

Inklusion in der Jugendarbeit: Sport verbindet

Junge im Rollstuhl mit gemalten starken Armen
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Zum ersten Mal fand das Spielfest Games for YOUth im bayerischen Kaufbeuren als inklusive Veranstaltung statt. An der Kooperationsveranstaltung der Jugendverbände und Träger der Behindertenarbeit nahmen rund 170 Kinder mit und ohne Behinderung teil. Sport biete niedrigschwellige Zugänge und sei deshalb besonders gut für inklusive Aktivitäten geeignet, so der Präsident des Bayerischen Jugendrings.

300 Gäste waren am 21. Juli der Einladung des Bayerischen Jugendrings (BJR), des Stadtjugendrings Kaufbeuren und von acht landesweiten Behindertensportverbänden gefolgt: 170 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen sammelten beim inklusiven Spielfest Games for YOUth im Team Punkte oder probierten sich an den 24 Sport- und Spielstationen aus. Das etablierte Fest des Stadtjugendrings fand dieses Jahr zum ersten Mal als inklusive Veranstaltung statt, unterstützt durch das BJR-Projekt SelbstVerständlich Inklusion, und gefördert durch die Aktion Mensch. Games for YOUth ist ein Highlight unter vielen erfolgreichen Kooperationsprojekten von Jugend- und Behindertenarbeit in Bayern und wird den inklusiven Charakter auch weiterhin beibehalten.

Jugendarbeit ohne Hürden

„Die nachhaltige inklusive Öffnung dieser Veranstaltung ist ein besonders schöner Erfolg, denn genau das ist unser Ziel als Bayerischer Jugendring: Wir wollen die Zusammenarbeit von Trägern der Jugendarbeit und der Behindertenarbeit ausbauen und Jugendarbeit öffnen für Kinder und Jugendliche, die Behinderungen haben oder davon bedroht sind. Jugendarbeit macht Angebote für Alle, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, individuellen Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen“, erklärt BJR-Präsident Matthias Fack. Sport bietet gute, niederschwellige Zugänge und ist besonders gut geeignet für inklusive Aktivitäten. „Der Stadtjugendring Kaufbeuren mit seinem Jahresmotto ‚Inklusive dir‘ ist ein engagierter und kompetenter Partner in diesem Bereich“, so Fack.

Jugendliche mit Behinderungen sollen Interessen selbst vertreten können

Gesellschaftliche Teilhabe bedeutet, die eigenen Belange selbst vertreten zu können. Deshalb stärkt der BJR die Selbstorganisation junger Menschen mit Behinderungen und ihre Teilhabemöglichkeiten innerhalb der Jugendringsstruktur. Mit dem Projekt SelbstVerständlich Inklusion, das von der Aktion Mensch gefördert wird, will der BJR zudem Begegnungen schaffen, Netzwerke begründen, für Inklusion sensibilisieren und die Jugendarbeit vor Ort unterstützen auf dem Weg der inklusiven Öffnung.

Weitere Informationen zum Thema finden sich auf der Webseite des BJR.

Quelle: Bayerische Jugendring vom 23.07.2018

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