Kinder- und Jugendarbeit / Demokratie

Hessische Jugendverbände zeigen klare Haltung gegen Antisemitismus

Die Hände von jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft, die im Kreis stehen, liegen übereinander.
Bild: © luaeva - fotolia.com

Der Hessische Jugendring (hjr) positionierte sich bei seiner Vollversammlung zum wachsenden Antisemitismus und zu anderen jugendpolitisch relevanten Themen. Die Delegierten haben außerdem einen neuen Vorstand gewählt. Mario Machalett von der Sportjugend Hessen ist neuer Vorsitzender des hjr.

Der neu gewählte Vorsitzende des Hessischen Jugendrings, Mario Machalett, bedankte sich bei den Delegierten für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und wies auf Aufgaben des hjr-Vorstands in der kommenden Amtszeit hin: „Wir werden auch in den kommenden zwei Jahren die Jugendverbandsarbeit in Hessen weiterentwickeln und haben grade in Zeiten von zunehmenden demokratiefeindlichen Tendenzen die wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, Demokratie zu fördern und demokratiefeindlichen Tendenzen entschieden entgegenzutreten.“, kündigte Machalett für die gemeinsame Vorstandstätigkeit an.

Zentrale Aufgaben bleiben: Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit entgegentreten, Kinderrechte stärken

Der Hessische Jugendring hat beschlossen, sich verstärkt mit dem Antisemitismus in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen und Maßnahmen zu entwickeln, um diesen Tendenzen jugendpolitisch und pädagogisch entgegenzuwirken. Aber auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderrechte war am Samstag zentral: „Bei den Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten für junge Menschen setzen wir Jugendverbände uns besonders dafür ein, echte Beteiligung zu ermöglichen und Interessen junger Menschen im politischen Raum hörbar zu machen.“, berichtete Machalett zu einem der inhaltlichen Schwerpunkte. Dieses Anliegen hat der hjr insbesondere durch den HOP! Jugendkongress verdeutlicht, bei dem im September junge Menschen aus verschiedenen Kontexten Forderungen an die Politik formuliert haben, um ihre Beteiligung an sie betreffenden politischen Entscheidungen zukünftig deutlich zu verbessern.

Bedarfsgerechte Finanzierung der Jugendverbände

In der Vollversammlung wurde außerdem die Gesetzesinitiative der Landesregierung zur Anhebung der Beteiligung an den Mitteln aus den staatlichen Lotterien für die Jugendarbeit und die Außerschulische Jugendbildung in den Jugendverbänden gelobt. „Wir sind dafür dankbar, dass der Gesetzgeber die Notwendigkeit für eine bedarfsgerechte Finanzierung der Jugendverbandsarbeit in Hessen ernst nimmt und freuen uns über den 1. Schritt mit einer zugesagten Erhöhung der Mittel um 10 Prozent. Wir hoffen, dass mit einem verbindlichen 2. Schritt der notwendige Finanzbedarf von insgesamt 25 Prozent erreicht werden kann.“ erklärte Machalett. „Auch die Änderungsanträge der Fraktionen von SPD und FDP im Hessischen Landtag haben wir Jugendverbände sehr positiv verfolgt und bedanken uns ausdrücklich für die Unterstützung unseres Anliegens, Jugendverbandsarbeit auch in der vor uns liegenden Wahlperiode angemessen auszustatten.“, sagte Machalett abschließend.

Der neue hjr-Gesamtvorstand

Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren neben Mario Machalett (Sportjugend Hessen) zukünftig Nadine Wacker (Bund der Katholischen Jugend Hessen - BDKJ), Eltje Reiners (Evangelische Jugend Hessen), Jan Schmitz (SJD – Die Falken Hessen) und Gregor Gallner (DGB-Jugend Hessen-Thüringen). Dem Gesamtvorstand gehören darüber hinaus Lilian Kill (SJD - Die Falken Hessen), Veronika Nissen (DJR – Hessen), Viktoria Kohan (DJR – Hessen), Joanna Bauer (AWO-Jugendwerk), Hans Walter (Landesmusikjugend Hessen) und Lars Füllbeck (Evangelische Jugend Landesverband Hessen) an.

Quelle: Hessischer Jugendring vom 18.11.2019

Info-Pool