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Handreichung "WAHRNEHMEN-DEUTEN-HANDELN, Rechtsextremismus in der Sozialen Arbeit keinen Raum geben"

Bunte gefaltete Papierschiffchen auf weißem Grund
Bild: © Brian Jackson - fotolia.com

In Zusammenarbeit mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr) hat der Paritätische Gesamtverband eine Handreichung herausgegeben, die orientiert an Praxis und Alltag, Tipps und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit rechtsextremen Positionen und Phänomenen gibt.

Die Handreichung "Wahrnehmen – Deuten – Handeln. Rechtsextremismus in der Sozialen Arbeit keinen Raum bieten" soll Basiswissen zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus für alle Kolleginnen und Kollegen im Paritätischen und seinen Mitgliedsorganisationen zur Verfügung stellen. Ziel dieser Handreichung ist es, zentrale Ansatzpunkte zu beleuchten, Hilfestellungen zu leisten und auf weiterführende Informationsmöglichkeiten hinzuweisen.

Rechtsextremismus ist leider kein überwundenes Problem unserer Gesellschaft, sondern immer noch präsent. So sehr Menschen mit rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Einstellungen politisch auch außerhalb unseres demokratischen Konsens stehen mögen, sie leben doch inmitten unserer Gesellschaft. Sie gehen einem Beruf nach und nehmen Freizeit- und Kulturangebote in Anspruch, sie treiben Sport und sind in Vereinen und Sozialverbänden ehrenamtlich tätig, sie besuchen Veranstaltungen und lassen sich in Beratungseinrichtungen helfen, sie schicken ihre Kinder in Kitas und Schulen und werden in Vertretungsorgane gewählt. Kurz, sie nehmen am ganz normalen, alltäglichen Leben teil.

Aus diesem Grund sind soziale Dienste und Einrichtungen genauso mit Rechtsextremen konfrontiert, wie alle anderen gesellschaftlichen Bereiche. Mitunter versuchen Rechtsextreme auch ganz gezielt, unsere Grundsätze – Offenheit, Vielfalt und Toleranz – auszunutzen, und für sich zu instrumentalisieren.

Dabei steht der Paritätische seit jeher für die beiden Grundsätze "Gleiche Chancen FÜR jeden Mensch und Respekt VOR jedem Menschen". Die rechtsextremen Kräfte aber wollen genau das Gegenteil: Sie wollen aufgrund von äußeren Merkmalen oder der Herkunft Ausgrenzung betreiben.

Alle Erfahrungen zeigen, dass nur die konsequente Zurückweisung seitens der Demokratinnen und Demokraten solche Versuche der Rechtsextremen, politische Diskussionen zu dominieren oder das soziale Umfeld für antidemokratische Zwecke zu nutzen, abwehren kann. Dazu soll diese Handreichung einen Beitrag leisten.

"Wahrnehmen – Deuten – Handeln. Rechtsextremismus in der Sozialen Arbeit
keinen Raum bieten" (PDF, 2,2 MB)

Quelle: Der PARITÄTISCHE Gesamtverband vom 17.11.2016

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