Kinder- und Jugendarbeit / Digitalisierung und Medien

Hackathon in Bruchsal: Jugendliche erproben innovative Zukunftstechnologien

Teilnehmende des HackToTheFuture 2019 sitzen zusammen. Sie sind fröhlich und hören einem Jungendlichen zu, der in ein Mikrophon spricht.
Bild: MFG Baden-Württemberg

Beim Hackathon der Initiative Kindermedienland im HubWerk01 in Bruchsal entwickelten technikbegeisterte Jugendliche Prototypen zu eigenen Zukunftsideen. Unter dem Motto „Unser Leben in der Zukunft“ programmierten, bastelten und tüftelten die Jugendlichen am vergangenen Wochenende an Soft- oder Hardware-Projekten. Dabei wurden sie von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren aus den Bereichen Webdesign, IT, Elektrotechnik und Projektmanagement unterstützt.

Was bedeutet smarte Mobilität? Können wir moderne Technik nutzen, um unsere Umwelt zu schonen? Beim Jugend-Hackathon „Hack To The Future“ stellten 40 Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren ihr technisches Können unter Beweis und arbeiteten gemeinsam an eigenen zukunftsweisenden Projekten wie Apps, Datenbanken oder Roboterfahrzeugen. Während des dreitägigen Hackathons (Wortschöpfung aus „Hacken” und „Marathon”) vom 28. bis 30. Juni 2019 im HubWerk01 in Bruchsal konnten sie innovative Technologien erproben und mit Unterstützung von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren ihre Zukunftsideen in Prototypen umsetzen. Das mehrtägige IT-Event wurde im Rahmen der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg vom Staatsministerium, der Landesanstalt für Kommunikation und der MFG Baden-Württemberg finanziert und durchgeführt.

Eintauchen in die digitale Welt

Zu Beginn des Wochenendes identifizierten die Jugendlichen gemeinsam mit den Mentorinnen und Mentoren gesellschaftliche und alltägliche Probleme. Diese sollten anschließend mithilfe digitaler Technologien gelöst werden. In kleinen Teams arbeiteten die Jugendlichen drei Tage lang an ihren Projekten und stellten abschließend ihre Zukunftsprojekte bei einer großen Abschlusspräsentation der Öffentlichkeit vor.

Das Team „90 Grad“ beschäftigte sich beispielsweise mit dem Thema Mobilität und wie man die engen Parkräume in Großstädten optimal nutzen kann. Deshalb entwickelten sie ein App-gesteuertes Modellauto, das über Sensoren die Parklücke vermisst und mittels einer 90-Grad-Drehung der Räder vollautomatisch seitwärts einparkt. Bei der Gruppe „Clean Living“ hingegen drehte sich alles um das Thema nachhaltiger Konsum. Die sechs Mädchen entwickelten gemeinsam ein Webangebot, mit dem man den Überblick über die Zahl der eigenen Kleidungsstücke behält sowie ein Quiz zur Aufklärung über umweltbezogene Problemlagen, die mit der Produktion von Kleidungsstücken einhergehen.

Medienkritik stärken, kreative Mediennutzung fördern

Die Landesregierung hat mit dem Programm „Hack To The Future“ eine Plattform geschaffen, bei der technikbegeisterte Jugendliche spielerisch lernen, sich vernetzen und ihre Medienkompetenz stärken können. Mit den Hackathons der Initiative Kindermedienland fördert sie das freie Experimentieren und die technischen Kompetenzen Jugendlicher in Baden-Württemberg. Die kritische, reflektierte und auch kreative Mediennutzung sind in Zeiten von Social Bots, Influencer Marketing und Big Data wichtige Fähigkeiten, die bei Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen gestärkt werden sollen. Mit der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg setzt sich die Landesregierung dafür ein.

„Hack To The Future“ ist ein Programm der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg der Landesregierung. Es wird von der MFG Baden-Württemberg im Auftrag des Staatsministeriums und der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) konzipiert und durchgeführt. Partner der Veranstaltung in Bruchsal sind das HubWerk01, der Chaos Computer Club Karlsruhe Entropia e.V. und die Initiative Chaos macht Schule.

Weiterführende Links

Über das Kindermedienland Baden-Württemberg

Die Landesregierung setzt sich mit der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Land zu stärken. Mit dem Kindermedienland Baden-Württemberg werden zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt und durch feste Unterstützungsangebote ergänzt. So wird eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die Themen Medienbildung und -erziehung geschaffen. Träger und Medienpartner der Initiative sind die Landesanstalt für Kommunikation (LFK), der Südwestrundfunk (SWR), das Landesmedienzentrum (LMZ), die MFG Baden-Württemberg, die Aktion Jugendschutz (ajs) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV).

Über die MFG Baden-Württemberg

Die MFG Medien- und Filmgesellschaft ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und des Südwestrundfunks. Aufgabe der MFG ist die Förderung der Filmkultur und -wirtschaft und der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit bedarfsorientierten Programmen und Projekten unterstützt die MFG Baden-Württemberg in ihrem Geschäftsbereich „MFG Kreativ“ Kultur- und Kreativschaffende im Südwesten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Vernetzungs- und Vermittlungsaktivitäten sowie im Kompetenzfeld Digitale Kultur.

Über die Landesanstalt für Kommunikation (LFK)

Die LFK ist die Medienanstalt für Baden-Württemberg. Sie lizenziert und beaufsichtigt den privaten Rundfunk, weist Übertragungskapazitäten zu und entwickelt und fördert eine vielfältige Medienlandschaft. Sie ist außerdem zuständig für den Jugendmedienschutz und die Vermittlung von Medienkompetenz. Hierzu engagiert sie sich in zahlreichen Projekten im Land und bietet Aus- und Fortbildungsmaßnahmen an.

Quelle: LFK - Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg vom 02.07.2019

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