Kinder- und Jugendarbeit / Förderinformationen

"Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte": Unterstützung für Jugendzentren bis 30. April beantragen

Vier lachende Jugendliche sitzen auf einer Mauer, im Hintergrund sind Bäumen zu sehen
Bild: © RAG-Stiftung

Das Projekt "Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte" hat zum Ziel, Jugendzentren in den Bergbauregionen an Ruhr, Saar und Ibbenbüren darin zu unterstützen, auch chancenbenachteiligten Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Projekten zu ermöglichen, die zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beitragen oder dem Erwerb und Ausbau sozialer Kompetenzen dienen.

Im Fokus des Projekts "Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte" stehen Angebote, welche die Kompetenzen für den Alltag bei Kindern und Jugendlichen verbessern. Maßnahmen, die darauf einzahlen, haben sehr gute Chancen auf eine Förderung in Höhe von 2.018 Euro.  Jedes Jugendzentrum kann zwei Anträge einreichen. Die Bewilligung von 500 Projekten erfolgt so zeitnah, dass das Geld bereits in den Sommerferien zur Verfügung steht.

Einsendeschluss für den Projektantrag ist der 30. April 2017.

Das Projekt ist Teil von "Glückauf Zukunft!" und steht für Aufbruch und Fortschritt in den Bergbauregionen. Es folgt dem Prinzip, dass nicht nur die Politik Initiativen zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe Jugendlicher vorantreibt, sondern alle gesellschaftlichen Kräfte dafür eintreten sollten. Die RAG-Stiftung und ihr Sozialpartner IG BCE haben deshalb beschlossen, in Anlehnung an das Auslaufjahr des deutschen Steinkohlenbergbaus, 500 Projekte mit je 2.018 Euro zu fördern. Aufgerufen sich zu bewerben sind die rund 1.000 Jugendzentren im Ruhrgebiet, Saarland und Ibbenbüren.

Thema der Projektidee

Die Vergabe der Fördermittel erfolgt in fünf Kategorien. Die jeweilige Projektidee muss daher einer der folgenden Kategorien zuzuordnen sein:

  • "Fit für den Alltag": Wie können Kinder und Jugendliche dabei unterstützt werden, ihr tägliches Leben selbst zu organisieren und sinnvoll zu gestalten? Themen können die Stärkung des Selbstbewusstseins, der Umgang mit Geld, das Verhältnis zu Medien, Ernährung oder Lernen sein. Vorstellbar sind beispielsweise Kursangebote zu gesunder Ernährung oder Projekte zu "Gefahren des Internets".
  • "Berufsorientierung für Jugendliche": Wie kann man Jugendlichen den Übergang von der Schule in die Berufswelt erleichtern? Und welche Hilfestellungen benötigen sie, damit der Jobeinstieg gelingt? Möglich sind zum Beispiel Exkursionen zu Unternehmen, die den Jugendlichen ihre Berufsbilder vorstellen, Bewerbungs-Kurse, Seminare zur Vermittlung von PC-Kenntnissen jenseits von Computerspielen.
  • "Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen": Wie kann man Kindern und Jugendlichen die gängigen Konventionen, Regeln und Werte nahebringen, die für ein harmonisches Miteinander in der Familie, mit Freunden, in der Nachbarschaft und der Gesellschaft notwendig sind? Themen wie Gewaltprävention, Selbstbehauptung, gesellschaftliche Werte, Toleranz und Respekt gegenüber anderen sind hier zusammengefasst. Möglich sind beispielsweise Streitschlichter- bzw. Deeskalations-Kurse, Antiaggressionstrainings oder Aktionen zum Werteverständnis und zur Wertevermittlung.
  • "Kultur und Sport in der Freizeit": Wie können Kinder und Jugendliche Anregungen für ihre Freizeitgestaltung finden, die sich positiv auf die Entwicklung ihrer Persönlichkeit auswirken? Hierzu zählen beispielsweise Theater-, Kunst- und Musik-Projekte, die Kindern und Jugendlichen neue Ausdrucks- und Entfaltungsmöglichkeiten eröffnen. Oder Sportangebote, die Themen wie Teamgeist, Fairness, Mut transportieren.
  • "Interkulturelle Begegnung": Wie kann Kindern und Jugendlichen der Umgang mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft ermöglicht und nahegebracht werden? Wie können Vorurteile abgebaut und wie kann gegenseitiger Respekt gestärkt werden? Denkbar sind Projekte, die das Kennenlernen und Entdecken anderer Kulturen thematisieren, demokratische Grundwerte vermitteln oder gemeinsame Begegnungen überhaupt erst ermöglichen.

Belangen der Jugend Raum geben

Die Grundidee für "Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte" entstand auf dem Zukunftsforum 2016 von RAG-Stiftung und RAG Aktiengesellschaft. Unter dem Titel "Impulse für ein junges Ruhrgebiet." wurden das Erleben und die Erwartungen der jungen Generation in den Mittelpunkt gerückt. Der Tenor war, den Belangen der Jugend in den ehemaligen Bergbauregionen besonderen Raum zu geben und darüber ihre Verbundenheit mit der Region zu stärken. "Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte" zahlt auf genau diesen Anspruch ein.

Weitere Informationen zu "Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte" sind zu finden unter www.glueckauf-jugend.de.

Schirmherschaft

"Glückauf Jugend – Kohle für coole Projekte" steht unter der Schirmherrschaft der nordrhein-westfälischen Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Christina Kampmann, und der saarländischen Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Monika Bachmann.

Weitere Informationen

Über die RAG-Stiftung

Die privatrechtliche RAG-Stiftung wurde 2007 gegründet. Aufgabe der RAG-Stiftung ist es, bis Ende 2018 so viel Stiftungsvermögen aufzubauen, um ab 2019 die sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlenbergbaus an Ruhr und Saar dauerhaft zu finanzieren. Weitere Informationen zur RAG-Stiftung unter www.rag-stiftung.de.

Über die IG BCE

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist mit rund 650.000 Mitgliedern die drittgrößte Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Zum Organisationsbereich gehören die Branchen Bergbau, Chemie, Energie, Erdöl und Erdgas, Glas, Kautschuk, Keramik, Kunststoffe und nichtmetallische Werkstoffe, Leder, Papier, Umwelt, Wasser sowie Ver- und Entsorgungsbetriebe.

Über "Glückauf Zukunft!"

2016 hat die RAG-Stiftung das Programm "Glückauf Zukunft!" initiiert, gemeinsam mit der RAG Aktiengesellschaft und der Evonik Industries AG sowie im Schulterschluss mit dem Sozialpartner IG BCE. Unter dem Dach von "Glückauf Zukunft!" werden bis einschließlich 2018 größere wie kleinere Projekte initiiert, die den Steinkohlenbergbau würdigen und Signale des Aufbruchs für die Regionen an Ruhr und Saar geben. Die RAG-Stiftung stellt für ihre Projekte insgesamt rund 30 Millionen Euro zur Verfügung. Informationen zu weiteren Projekten von "Glückauf Zukunft!" unter: www.glückauf-zukunft.de

Quelle: RAG-Stiftung vom 10.04.2017

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