Kinder- und Jugendarbeit / Freiwilliges Engagement

Gesetzesinitiative in Niedersachsen: Freiwilliges Soziales Jahr in der Wissenschaft

Ein Bücherstapel
Bild: sxc

Die niedersächsische Landesregierung will das freiwillige Engagement junger Menschen stärken und ein freiwilliges wissenschaftliches Jahr bundesgesetzlich verankern.

Eine entsprechende Gesetzesinitiative wurde am 13. Juni 2014 in erster Lesung im Bundesrat vorgestellt. Die Initiative hat zum Ziel, das freiwillige wissenschaftliche Jahr neben dem freiwilligen sozialen und dem freiwilligen ökologischen Jahr im Jugendfreiwilligendienstegesetz als weitere Säule festzuschreiben.

Danach können künftig staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern institutionell gefördert werden, kraft Gesetzes als Träger eines freiwilligen wissenschaftlichen Jahres zugelassen werden. Hochschulen als Träger eines Jugendfreiwilligendienstes müssen derzeit noch durch die zuständige Landesbehörde zugelassen werden. Das freiwillige wissenschaftliche Jahr leiste einen wertvollen Beitrag zur Orientierung bei der Studien- und Berufswahl und wirke so dem prognostizierten Fachkräftemangel entgegen, sagte die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić (Bündnis 90/Die Grünen) bei der Vorstellung der Bundesratsinitiative in Berlin.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet das freiwillige wissenschaftliche Jahr im Zuge eines Pilotprojektes bereits seit September 2011 mit großem Erfolg an. Auf die aktuell 78 Plätze haben sich mehr als 200 Anwärter/-innen beworben.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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