Konsultation

Freiwilligendienste junger Menschen – was behindert, was begünstigt sie?

Menschen halten große rote Fragezeichen in den Händen und schauen fragend
Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain eigene Arbeiten

Die Kommission sammelt bis Juli über eine öffentliche Konsultation Rückmeldungen zu bestehenden Mobilitätshindernissen für Freiwillige und wie diese Hindernisse überwunden werden können. Ziel sind Empfehlungen für die EU-Länder, wie jungen Menschen die Teilnahme an Freiwilligenprojekten in der gesamten EU erleichtert werden kann.

Dabei geht es konkret um die Beseitigung administrativer, rechtlicher und finanzieller Hindernisse. Auch die Erwartungen an Organisationen, die an länderübergreifenden Projekten beteiligt sind, sollen klar gefasst werden, damit sie beim Aufbau von Kapazitäten für sichere, hochwertige Aktivitäten mit echtem Bildungswert besser unterstützt werden können.

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, sagte: „Solidarität ist ein zentraler Wert der Europäischen Union. Jedes Jahr setzen ihn Tausende junger Freiwilliger durch grenzüberschreitende Aktivitäten in die Praxis um, die ihnen neue Kompetenzen vermitteln und gleichzeitig ein integratives Europa aufbauen. Wir sind es unseren jungen Menschen schuldig, dafür zu sorgen, dass der europäische politische Rahmen optimal gestaltet ist, um die Qualität ihrer Freiwilligentätigkeit weiter zu verbessern und noch bestehende Hindernisse für die grenzüberschreitende Mobilität zu beseitigen.“

Die Konsultation wird dazu beitragen, die Empfehlung des Rates aus dem Jahr 2008 zur Mobilität junger Freiwilliger zu überarbeiten, um sie an eine sich ständig weiterentwickelnde Gesellschaft anzupassen. Junge Menschen in Europa sollen die Möglichkeiten des Europäischen Solidaritätskorps (Anträge für die begonnene Förderphase können bis im Herbst gestellt werden) voll ausschöpfen und unter optimalen Bedingungen an grenzüberschreitenden Solidaritätsaktivitäten teilnehmen, die von nationalen Behörden oder privaten Einrichtungen organisiert werden. Dabei werden gesundheitliche Herausforderungen wie die COVID-19-Pandemie ebenso berücksichtigt wie Digitalisierung, soziale Eingliederung, generationenübergreifende Solidarität und Klimawandel.

Die Konsultation baut auf konkreten Vorschlägen einer Expertengruppe und auf einer Studie zur Beseitigung von Hindernissen für grenzüberschreitende Solidaritätsaktivitäten auf. Die Konsultation läuft bis zum 21. Juli.

Quelle: Europäische Kommission vom 28.04.2021

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