Kinder- und Jugendarbeit / Förderinformationen

Fonds Soziokultur: Noch für das 1. Halbjahr 2019 des Förderprogramms bewerben

Von fünd Strichmännchens zeigt eines als Gewinner mit beiden Händen nach oben.
Bild: © Oliver Boehmer - Fotolia.com

Träger soziokultureller Projekte können sich beim Förderprogramm „Allgemeine Projektförderung“ des Fonds Soziokultur zweimal jährlich um Fördermittel bewerben. Im ersten Halbjahr 2019 stehen zirka 900.000 Euro für Vorhaben zur Verfügung, die Modellcharakter besitzen und beispielhaft für andere soziokulturelle Akteure und Einrichtungen sind. Kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sind aufgerufen, sich zu beteiligen und Anträge für das erste Halbjahr 2019 zu stellen. Einsendeschluss ist der 2. November 2018.

Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Nach der Dürrekatastrophe und dem Vorgeschmack auf den Klimawandel in diesem Jahr, blicken viele Menschen mit Sorge in die Zukunft. Die Aussichten werden düsterer und der Optimismus, den moderne und offene Gesellschaften als Treibstoff für ihre Entwicklung benötigen, scheint zu einer
knappen Ressource zu werden. Und in der Tat ist es viel, was uns derzeit bewegt und bewegen muss: Die sozialen Spaltungen und kulturellen Risse in der Gesellschaft, der digitale Strukturwandel, der alle Lebensbereiche erfasst, sowie Flucht und Vertreibung, die uns nicht unberührt lassen. Wir alle spüren: Wir müssen uns sorgen und kämpfen für eine offene Gesellschaft und lebenswerte Zukunft und wir müssen uns ändern in unserem Verhalten und in unserem politischen Engagement. Wir brauchen mehr Solidarität und Gemeinsinn!

Kulturprojekte zu Zukunftsfragen

Zukunftsfragen sind immer auch Kulturfragen. Der Fond Soziokultur sucht Projekte, in denen darüber nachgedacht wird, wie wir in Zukunft leben wollen und können und wie neuer Gemeinsinn gestiftet werden kann. Die Soziokultur war immer eine Quelle für alternative Ideen und Entwürfe. Daran gilt es anzuknüpfen. Unterstützt werden zeitlich befristete Kulturprojekte, die originell und innovativ diese Fragen aufgreifen und mit künstlerischen Mitteln bearbeiten. Selbstverständlich sind uns auch andere Förderanträge aus dem vielfältigen Spektrum soziokultureller Arbeit herzlich willkommen. Ob neue Formen der  Bürgerbeteiligung oder künstlerische Impulse im Stadtteil, die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte oder Fragen von Integration, Theater, Medien, Interkultur und Inklusion – der Themenfindung sind keine Grenzen gesetzt.

Förderprogramm „Allgemeine Projektförderung“

Träger soziokultureller Projekte können sich beim Förderprogramm „Allgemeine Projektförderung“ zweimal jährlich um Fördermittel bewerben. Im ersten Halbjahr 2019 stehen zirka 900.000 Euro Projektmittel zur Verfügung. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, in denen neue Angebots- und Aktionsformen in der Soziokultur erprobt werden. Die Vorhaben sollen Modellcharakter besitzen und beispielhaft sein für andere soziokulturelle Akteure und Einrichtungen. Damit regt der Fonds Soziokultur einen bundesweiten Wettbewerb um die besten Projektideen an.  

Es können auch Projekte unterstützt werden, die aufgrund ihrer Konzeption und ihres Umfanges eine längerfristige (mehrjährige) Zeitplanung erfordern. Die Förderung des Fonds ist dabei nicht nur auf die Durchführungsphase des Projektes begrenzt, sondern kann auch die Phase der Konzeptentwicklung einbeziehen. Voraussetzung für solche Förderungen ist, dass die Vorhaben besonderen qualitativen Ansprüchen genügen und geeignet sind, die Bedeutung der Soziokultur für das kulturelle Leben in der Öffentlichkeit darzustellen.  

Kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sind aufgerufen, sich zu beteiligen und Anträge für das erste Halbjahr 2019 zu stellen. Einsendeschluss ist der 2. November 2018. Es gilt das Datum des Poststempels. Das Kuratorium des Fonds entscheidet am 14. und 15. Januar 2019 abschließend über die eingegangenen Anträge. Die Projekte
dürfen nicht vor Ende Januar 2019 beginnen.

Weitere Informationen sowie den Antragsvordruck sind zu finden unter www.fonds-soziokultur.de

Quelle: Fonds Soziokultur vom 15.10.2018

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